"Dieser Stein wird niemals eine Kugel sein" – für die meisten ist das nur eine simple Feststellung. Für die Betreiber des Kleidergeschäfts "Shirtzenpantz" in Portland, Oregon, eine Herausforderung. Das war die Geburtsstunde von "Christosphere".
Allen Unkenrufen ("Du wirst ihn verlieren; er wird zerbrechen") zum Trotz traten sie das steinerne Maskottchen 200 Tage lang über Straßen, Wiesen und Wälder. Nur 10 bis 20 Minuten am Tag reichten für eine vollständige Verwandlung.
Mit der Zeit brachen immer mehr kleine Ecken ab, "Christosphere" wurde immer runder. Mit jedem Meter kam er seinem Ziel, einmal eine Kugel zu sein, immer näher. Dabei hat er deutlich abgespeckt: Von den anfangs 927 Gramm sind inzwischen nur noch 120 Gramm übrig.
Rund 300 Kilometer in neun verschiedenen US-Bundesstaaten hat der Brocken inzwischen hinter sich – rollt jeden Tag weiter und gerader.
Für seinen Behüter ist diese Sisyphus-Arbeit Inspiration und eine Lehre fürs Leben: "Wie ihr seht: Beharrliches Engagement und ständige Veränderung können zu monumentalen Ergebnissen führen", schreibt er in seinem jüngsten Clip.
Auch Rückschläge musste der junge Mann auf dieser Reise einige wegstecken: "Manchmal wollte ich aufgeben. Und ich habe ihn in ein paar Seen geworfen, aber wir haben ihn immer wieder herausgeholt. Dabei habe ich eine wichtige Lektion gelernt: Gib niemals auf. Was ist deine 'Christosphere'?"