Es ist viel zu trocken

Blätter sprießen nicht! Pflanzen geben Warnzeichen

In der Steiermark fehlt seit Wochen Regen – Böden sind ausgetrocknet, Pflanzen wachsen deutlich schlechter als üblich.
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17.04.2026, 20:02
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"Eine Hand voll mit feuchter Erde hat mehr Lebewesen in sich als es Menschen auf der Erde gibt" – mit diesem Satz bringt Johannes Gepp vom Naturschutzbund Steiermark das Problem auf den Punkt. Denn das grüne Herz Österreichs ist staubtrocken, seit Wochen bleibt der Regen aus!

"Seit 1. März haben wir in Graz 6 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gehabt, im langjährigen Schnitt sind es 74 Liter", erklärt Alexander Hedenig von der Geosphere Austria gegenüber der "Kleinen Zeitung". Besonders südlich der Mur-Mürz-Furche fehlt es an Feuchtigkeit.

Die Trockenheit dezimiert Bodenbewohner, zusätzlich wird mehr Kohlendioxid freigesetzt. Und die Lage spitzt sich zu: Die anhaltende Trockenheit macht Natur und Landwirtschaft massiv zu schaffen.

Die Folgen sind schon überall deutlich zu sehen – Bäume blühen, treiben aber kaum Blätter aus, Gräser sind bei Weitem nicht so hoch wie sie bei diesen milden Temperaturen sein könnten. "Sie tun sich schwer beim Sprießen", sagt Hedenig.

Natur kann nicht Schritthalten

Auch für Wälder wird die Situation zunehmend kritisch: Junge Triebe vertrocknen, Bäume geraten früh unter Stress. Experten schlagen bereits Alarm. Sollte sich die Wetterlage nicht bald ändern, könnte das Frühjahr 2026 als eines der trockensten der letzten Jahre in die Geschichte eingehen.

"Die Bäume stehen unter Stress" – zum vierten Jahr in Folge, warnt Naturschutzbündler Gepp. Zwar ist die Natur anpassungsfähig, "aber in dem Tempo, in dem derzeit der Klimawandel vonstatten geht, kann sie es nicht."

Kurzfristig könnte für Entspannung nur eines sorgen: ergiebiger Regen – und zwar möglichst bald. Langfristig hängt alles vom Menschen ab.

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