Mathematik-Rätsel

Newton gewann einen 300 Jahre alten Streit

Mit Liebe hatte Newton wenig am Hut – das „Kusszahlproblem“ faszinierte ihn aber sehr. Ein Kollege lag falsch; erst 1953 wurde das bewiesen.
Heute Life
19.04.2026, 16:07
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Isaac Newton ist als Erfinder der Gravitationstheorie bekannt und als einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten. Charakterlich war er wohl ein schwieriger Mensch, der jede Menge Feindschaften schloss.

Newton war nie verheiratet und hatte keine bekannten Beziehungen. Umso überraschender ist, dass er 1692 einen intensiven Streit über das Küssen führte – allerdings ging es dabei um Kugeln.

Wie spektrum.de berichtet, stritten Newton und sein Kollege David Gregory darüber, wie viele Kugeln gleicher Größe eine zentrale Kugel berühren können, ohne sich zu überlappen. Sie berühren sich quasi „küssend“ – daher der Name „Kusszahlproblem“.

Newton hatte recht – sein Kollege nicht

Newton war der Ansicht, es könnten nur 12 Kugeln sein. Gregory glaubte an 13, weil zwischen den Kugeln noch etwas Platz bleibt. Man kann durch Verschieben zwischen verschiedenen Anordnungen wechseln – aber für eine 13. Kugel reicht es nicht.

Erst 1953 lieferten die Mathematiker Kurt Schütte und Bartel Leendert van der Waerden den endgültigen Beweis: Newton hatte wieder einmal recht. In höheren Dimensionen wird das Problem noch spannender – in 24 Dimensionen passen exakt 196.560 Kugeln um eine zentrale Kugel.

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