Tierische Panik

Murophobie? Equinophobie? Welches Tier fürchtest du?

Die Angst vor Spinnen oder auch Haien ist ja weitverbreitet, doch so viele andere Ängste vor Tieren haben Namen und Gründe.
22.02.2026, 08:11
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US-Präsident Roosevelt sagte bei seiner Antrittansprache 1933: "The only thing we have to fear, is fear itself" (Alles, was wir je fürchten müssen, ist die Angst selbst). Nett gesagt und weltberühmt, aber offenbar kein Mann, dem die Haare beim Anblick einer Spinne zu Berge stehen. So viele Menschen fürchten sich vor zumindest einer Tierart und werden nur beim Gedanken daran kreidebleich. Irrational? Manchmal. Real? Immer. Hier ein paar "Phobien", die bei einigen von uns die nackte Panik hervorrufen:

Arachnophobie - Angst vor Spinnen

Die Angst vor Spinnen ist weitverbreitet und wird uns meist bereits als Kind "angelernt", weil Mama oder Papa einen Schweißausbruch bekommen, wenn sie einen Achtbeiner im Wohnzimmer entdecken. Die Physis mit den acht Beinen und die flinken, huschenden Bewegungen lassen viele von uns erstarren, und der tierfreundliche Transport nach draußen ist mit Gänsehaut, Ekel und Geschrei verbunden.

Felinophobie - Angst vor Katzen

Wie jetzt? Menschen haben vor dem beliebtesten Haustier der Österreicher Angst? Und ob! Sogar etwa 15 Millionen Menschen weltweit sollen sich laut Experten vor den Stubentigern fürchten und sind nur nicht mutig genug, das auch zuzugeben. Meistens wird ein traumatisches Erlebnis damit begründet, und Studien zufolge sollen mehr Männer von Felinophobie betroffen sein.

Elasmophobie - Angst vor Haien

Vor allem Kinder der 70er und 80er sind spätestens seit Steven Spielbergs "Der weiße Hai" keine besonders großen Fans der größten Raubfische im Ozean. Der Star-Regisseur hat sich übrigens offiziell für seine Rolle bei der Panik vor Haien entschuldigt und wollte "Sharky" kein so böses Image verpassen. Natürlich ist ein Hai keine "sinnlose Fressmaschine", sondern folgt seinen Instinkten, wie jedes andere Lebewesen auch. Im Jahr 2025 wurden unterdurchschnittlich wenige unprovozierte Haiangriffe registriert, und diese sind mit 65 Vorfällen sehr überschaubar.

Ophidiophobie - Angst vor Schlangen

Gut, die Assoziation bei Schlangen ist häufig das Wort "giftig", weshalb evolutionsbedingt diese Panik durchaus Sinn macht. Auch ihre Fortbewegungsart, das Züngeln, der starre Blick und die völlig geräuschlose Anwesenheit lassen vielen von uns das Blut gefrieren. Entweder man ist komplett von diesen Tieren fasziniert, oder aber fürchtet sich, von ihnen erwürgt oder vergiftet zu werden.

Kynophobie - Angst vor Hunden

Diese Angst ist schrecklich, denn immerhin fürchtet man sich vor dem besten Freund des Menschen und verpasst dadurch womöglich eine ganz tolle Erfahrung. Meistens gilt auch hier, wie bei der Angst vor Spinnen - wenn sich Mama oder Papa fürchten, fürchtet sich auch das Kind. Wenn es in der Vergangenheit allerdings wirklich zu einer unheilvollen Begegnung mit einem Hund gekommen ist, kann hier natürlich auch ein begründetes Trauma vorliegen.

Equinophobie - Angst vor Pferden

Die Angst vor Pferden muss oftmals keinen Auslöser haben - die Größe und das Gewicht eines Pferdes reichen oft aus, um einen gehörigen Respekt vor dem Herdentier zu haben, das uns ebenfalls schon seit Jahrhunderten begleitet. Hier wird übrigens nicht unterschieden, ob man sich vor dem Tier per se oder vor einem Sturz beim Reiten fürchtet. Blöd nur, dass Pferde (wie auch Hunde und Katzen) unsere Emotionen spiegeln und in der Gegenwart eines panischen Menschen oft selbst panisch werden.

Murophobie - Angst vor Mäusen und Ratten

Die Angst vor Mäusen und Ratten ist tief in uns verankert, da wir unterbewusst sofort an eine sehr grausliche Epoche der Geschichte denken: Als die Pest ausbrach und mehr als die Hälfte der Menschheit ausgerottet wurde, waren es nämlich Ratten, die mit den infizierten Flöhen für die Verbreitung gesorgt hatten. Die Angst und der Ekel sind also leider von Generationen über Generationen bis heute übermittelt worden.

Viele weitere Phobien sind natürlich namentlich in der Fachliteratur erwähnt, wie beispielsweise die Ornithophobie (Angst vor Vögeln) oder auch die Apiphobie (Angst vor Bienen und Wespen) äußern sich aber immer mit denselben Symptomen: Schwitzen, Herzrasen, Hyperventilation, Zittern und Schwindel. Wichtig ist: Man muss sich für seine Ängste nicht schämen, aber sie auch nicht ein Leben lang hinnehmen, denn professionelle Hilfe ist ebenfalls keine Schande.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } 22.02.2026, 08:11
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