Der Fall sorgte für großes Entsetzen: Am 18. Jänner wurde am Grenzübergang Nickelsdorf (Burgenland) ein totes Neugeborenes entdeckt. Die Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren wurde und durch Fremdeinwirkung starb. Als Todesursache wurde ein Schädel-Hirn-Trauma festgestellt.
Die Ermittler gehen damit von einem Gewaltverbrechen aus – doch von der Mutter fehlte jede Spur. Eine Auswertung des Videomaterials von der Grenze sollte Klarheit bringen. Die Ermittlungen wurden in sehr enger Zusammenarbeit mit den deutschen, rumänischen und ungarischen Polizeibehörden geführt. Und jetzt wurde offenbar ein Treffer gelandet.
Wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde, sind im Laufe der letzten Tage insgesamt vier Tatverdächtige (darunter die Mutter des getöteten Säuglings) festgenommen worden. Drei der Verdächtigen befinden sich in Deutschland und einer in Rumänien. Sie alle befinden sich derzeit in Übergabehaft.
"Die staatsanwaltschaftlichen bzw. polizeilichen Ermittlungen laufen nach wie vor in hoher Intensität", heißt es von der Polizei im Burgenland.