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Mann kriegt plötzlich 92.549 statt 239 Euro Gehalt

Rund das 387-fache seines Gehalts landete plötzlich am österreichischen Konto eines Angestellten in Ungarn. Zurückzahlen wollte er die 92.549 € nicht.
Rene Findenig
02.08.2023, 21:41
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Nicht über die Probezeit schaffte es ein Angestellter bei einer ungarischen Firma, bevor sein Vertrag aufgelöst wurde. Der Mann gan seinem ehemaligen Arbeitgeber daraufhin sein österreichisches Bankkonto bekannt, woraufhin – wie vereinbart – sein Kurzzeit-Lohn von 92.549 Forint (umgerechnet rund 239 Euro) überwiesen hätte werden sollen. Beim Überweisen machte der Ex-Arbeitgeber aber einen skurrilen Fehler: Statt in Forint wurde der Betrag in Euro bekannt gegeben.

Deshalb landeten laut ORF schließlich auch 92.549 Euro – das rund 387-fache des eigentlich vereinbarten Lohns – auf dem österreichischen Konto des Mannes. Es dauerte einige Zeit, doch schließlich fiel der Abrechnungsabteilung der Fehler doch noch auf. Daraufhin kontaktierte das Unternehmen den ehemaligen Mitarbeiter und forderte ihn zur Rückzahlung auf. Doch der Ex-Angestellte dachte unter keinen Umständen daran, auch nur einen Cent an die Firma zurückzuzahlen.

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15.000 Euro bereits abgezogen

Als die Firma hartnäckig blieb, erfand der Mann immer neue Ausreden. Mal habe er die Rückzahlung bereits beauftragt, mal die Bank gewechselt und mal gar keinen Zugriff auf das genannte Konto. Pikant: Während er die Firma immer wieder vertröstete, hob er in der ungarischen Kaposvar rund 170 Kilometer von Budapest entfernt insgesamt 15.000 Euro von dem österreichischen Konto ab. Schließlich wurden die Behörden eingeschaltet, die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen ihn.

Der Verdacht laute auf unrechtmäßige Aneignung, gab die Staatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt. Durch Kooperation der ungarischen mit den österreichischen Behörden sei es gelungen, einen Großteil des Geldes vom Konto des Mannes sicherzustellen und an das Unternehmen zurückzuüberweisen. Sollte es zum Urteil kommen, wird der Mann nicht nur das restliche Geld zurückzahlen, sondern wohl auch eine empfindliche Geldstrafe berappen müssen.

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