Am Flughafen Zürich staunten Zollbeamte nicht schlecht, als sie bei einer Kontrolle auf eine ungewöhnliche Banknote stießen. Der Schein versprach einen gigantischen Wert – doch der Eindruck täuschte.
Wie der Schweizer "Blick" berichtet, kontrollierten Grenzschützer im Frachtbereich eine Gruppe von vier Reisenden aus unterschiedlichen Ländern: eine Schweizerin (55), einen Australier (53), einen Senegalesen (54) und einen Schweden (54).
Gerade beim Schweden machten die Beamten eine kuriose Entdeckung. In seinem Besitz befand sich eine Banknote über "100 Quintillion" simbabwische Dollar – auf Deutsch: 100 Trillionen. Ausgeschrieben entspricht das einer Zahl mit 20 Nullen. Auf dem Schein prangte zudem der Hinweis "24 K Gold", was den Zöllnern besonders verdächtig vorkam.
Bei der Kontrolle tauchte noch mehr auf: Der Mann führte auch einen Lagerschein für zwei Kisten mit sich. Darin sollten jeweils 1.000 dieser Banknoten in der afrikanischen Währung gelagert sein. Die Scheine wurden daraufhin genauer untersucht – mit eindeutigem Ergebnis: alles Schwindel. Die angeblich goldenen Banknoten bestanden aus Kunststoff und waren lediglich mit Aluminium beschichtet. Von echtem Edelmetall keine Spur.
Die falschen Geldscheine wurden schließlich vernichtet. Der Schwede musste außerdem mehrere Tausend Franken Strafe bezahlen – in echtem Geld.
Selbst wenn die Scheine echt gewesen wären, hätten sie kaum einen Wert gehabt. In Simbabwe kam es zwischen 2007 und 2009 zu einer extremen Hyperinflation, bei der Banknoten mit immer höheren Beträgen gedruckt wurden. Der höchste tatsächliche Wert lag allerdings bei 100 Milliarden simbabwischen Dollar – eine Eins mit elf Nullen. Auf dem Höhepunkt der Inflation reichte selbst diese Note nicht einmal für einen Busfahrschein.
2009 wurde die Währung schließlich abgeschafft und aus dem Verkehr gezogen. Heute lässt sich der alte simbabwische Dollar nicht mehr eintauschen. Für Sammler sind die echten Scheine dennoch interessant: Sie zahlen dafür oft zwischen 50 und 100 Euro.