Ein teures Missgeschick sorgt in Süditalien für Aufsehen: Ein 57-Jähriger warf versehentlich 20 Goldbarren im Wert von rund 120.000 Euro in den Müll. Die Polizei startete daraufhin eine ungewöhnliche Suchaktion.
Der Mann aus der Provinz Lecce hatte die Barren in einer unscheinbaren Metallkiste aufbewahrt. Bei einer routinemäßigen Haushaltsreinigung hielt er die Kiste offenbar für wertlosen Schrott – und entsorgte sie in einem öffentlichen Abfallcontainer.
Erst später fiel ihm der folgenschwere Irrtum auf. Der 57-Jährige wandte sich an die Carabinieri-Station in Porto Cesareo. Zunächst reagierten die Beamten zurückhaltend, nahmen jedoch Ermittlungen auf.
Sie zeichneten die Wege des Mannes nach und überprüften Aufnahmen von Überwachungskameras. Diese belegten, dass die Metallkiste gemeinsam mit dem restlichen Müll abtransportiert worden war.
Der Müllwagen brachte die Ladung zur Entsorgungsanlage nach Ugento. Gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort identifizierten die Ermittler das betreffende Fahrzeug und den Bereich, in dem der Abfall abgeladen worden war.
Nach stundenlanger Suche wurde die beschädigte Kiste schließlich gefunden – samt aller 20 Goldbarren. Nachdem Herkunft und Besitz geklärt waren, erhielt der Mann sein Gold zurück.