Luftwirbel erfasst Flugzeug

"Vor Panik geschrien" – Malle-Flieger muss durchstarten

Wegen zu starker Winde musste ein Pilot die Landung auf Mallorca abbrechen und noch einmal durchstarten. Die Lage war durchaus heikel.
Newsdesk Heute
14.02.2026, 16:17
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Für die einen Routine, für die anderen blanker Horror: Als eine Eurowings-Maschine beim Landeanflug auf Mallorca plötzlich wieder Gas gab und durchstartete, hielt so mancher Passagier den Atem an.

"Das war alles andere als harmlos", sagt Urlauberin Melanie F., die mit ihrem Mann und ihrem Vater von Hamburg auf die Insel unterwegs war der "Mallorca Zeitung". In sozialen Netzwerken hatten einige Nutzer das Manöver als völlig normal eingestuft. "Solche Leute müssten das mal selbst erleben."

Dabei verlief zunächst alles ruhig. "Der Start war superpünktlich und es gab keine Probleme. Der Pilot meinte am Anfang aber schon, dass es in Palma windig sei", berichtet Melanie F.

Kurz vor der Landung eskalierte die Lage: "Kurz vor dem Aufsetzen kam es zu einem heftigen Sturz. Danach kippte der Flieger zuerst nach rechts, danach nach links. Die Leute haben vor Panik geschrien." Die Crew entschied sich zum Durchstarten.

"Der Pilot meldete sich und sagte, er klärt eben die Lage. Danach flogen wir nach Valencia, wo die Landung ruhig ablief." Dort mussten die Passagiere jedoch ausharren. "Wir mussten drei Stunden lang im Flieger auf dem Rollfeld warten", so die Deutsche.

Vorwürfe macht sie der Airline nicht: "Die Versorgung war gut und wir wurden ständig informiert."

Aus der ersten Reihe will sie zudem ein Gespräch des Kapitäns mitgehört haben. "Er meinte, es war schon eine heikle Situation. Das hätte er in 14 Jahren Berufserfahrung auch noch nicht erlebt", sagt Melanie F. zur "MZ".

Selbst ein Taifun in der Karibik sei weniger schlimm gewesen. "Die Luftwirbel seien für ihn unsichtbar gewesen."

Vier Passagiere, die nahe an den Tragflächen saßen, baten in Valencia um Ausstieg. "Das waren die, die direkt an den Tragflächen saßen und ansahen, wie die Tragfläche fast auf dem Rollfeld aufschlug", schildert sie. Ihr selbst seien die Tränen gekommen. Später ging es weiter nach Mallorca.

Flugangst? Fehlanzeige. "Auf keinen Fall", sagt Melanie F.. "Am Dienstag haben wir einen Rundflug im Hubschrauber über Palma gebucht. Dann soll es aber nicht mehr so windig sein."

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.02.2026, 16:17
Jetzt E-Paper lesen