Der US-Bürger Johnny Hincapie wurde 1990 verurteilt, weil er einen Touristen auf einem Bahnsteig erstochen haben soll. Ihm wurde vorgeworfen, diese Tat als Teil einer Gruppe begangen zu haben. Nun erhält er eine astronomisch hohe Entschädigung.
Bereits 2015 war der heute 50-jährige aus der Haft entlassen worden, nachdem er über 25 Jahre seiner zu Unrecht erteilten Haftstrafe abgesessen hatte. Er gab danach an, zu einem Geständnis gezwungen geworden zu sein. Trotz entlastender Beweise wurde er damals verurteilt.
Nun erhält Hincapie von der Stadt sowie dem Staat New York eine Entschädigung in der Höhe von knapp 18 Millionen Dollar. Seine Anwälte teilten mit, dass dies eine der höchsten Stummen sei, die in New York jemals für eine falsche Verurteilung zugesprochen worden wären.
Während seines Gefängnisaufenthaltes machte der Mann einen Bachelor- und einen Masterabschluss. Anwalt Gabriel P. Harvis zufolge lebt der 50-Jährige inzwischen mit seiner Familie in Florida und hat zwei Kinder.