Am Samstagabend ereignete sich in England in einem Zug ein schrecklicher Messerangriff. Laut den Behörden wurden dabei neun Menschen lebensbedrohlich verletzt. Augenzeugen schildern dramatische Szenen – "Heute" berichtete.
Einer davon ist Gavin, er schilderte gegenüber Sky News, wie er jemanden rufen hörte: "Sie haben ein Messer. Ich wurde erstochen." Viele Menschen seien "stark blutüberströmt" gewesen, während die Polizei laut rief: "Runter, runter!", um die Passagiere in Sicherheit zu bringen.
Insgesamt wurden zehn Menschen in Krankenhäuser gebracht. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, und die Anti-Terror-Einheiten der Polizei wurden zur Unterstützung der Ermittlungen hinzugezogen. Eine Sky-News-Reporterin berichtet von "erschreckenden" Schilderungen von Augenzeugen: Menschen seien übereinander getrampelt und hätten sich in Toiletten versteckt, um sich in Sicherheit zu bringen.
Augenzeuge Gavin erzählte, dass bewaffnete Polizisten auf den Hauptverdächtigen zeigten, als die Passagiere den Zug verließen. "Er schwenkte ein ziemlich großes Messer. Sie nahmen ihn fest, dabei war wohl auch ein Taser im Einsatz", berichtete er.
Auch ein weiterer Augenzeuge, Olly Foster, schilderte die dramatischen Szenen: Passagiere seien in "reiner Panik" gewesen, während die blutenden Opfer um Hilfe riefen. Innerhalb von Minuten drängten sich die Menschen durch den Waggon, und Foster bemerkte, dass seine Hand "voll Blut" war und "überall Blut auf dem Stuhl", an dem er gelehnt hatte. Ein älterer Mann habe den Angreifer daran gehindert, ein junges Mädchen zu erstechen, wobei er selbst eine Schnittwunde am Kopf und Hals erlitt. Umstehende Passagiere versuchten mit Jacken, die Blutungen zu stoppen.
Foster berichtete weiter, dass das Einzige, was die Passagiere gegen den Angreifer einsetzen konnten, eine Flasche Jack Daniels war – sie hätten "gebetet", dass der Täter den Waggon nicht betreten würde. Obwohl der Vorfall insgesamt nur 10 bis 15 Minuten dauerte, habe es sich für Foster "wie eine Ewigkeit" angefühlt.
Näheres zu den Hintergründen der Tat war zunächst nicht bekannt. Die Polizei stufte die Attacke als "schwerwiegenden Vorfall" ein. Neue Informationen zum Stand der Ermittlungen würden mitgeteilt, sobald es neue Erkenntnisse gebe, so die britische Innenministerin Shabana Mahmood.