Ein Ehepaar aus dem Bezirk Baden machte im Sommer Heimaturlaub in der Türkei, dort eskalierten Eheprobleme des jungen Paars offenbar und der Mann dürfte vollkommen ausgerastet sein. Er soll laut Anklage seine Frau geschlagen haben, um so einen Schwangerschaftssabbruch herbeizuführen. Vor Gericht in Wr. Neustadt musste er sich deshalb jetzt verantworten.
Die werdende Mutter musste wegen Blutungen ins Krankenhaus gebracht werden; das Leben des ungeborenen Kindes stand an der Kippe. Eine Woche hatte die junge Frau im Spital bleiben müssen. Vor Gericht meinte der Mann dann allerdings, sie habe "sich die Verletzungen selbst zugefügt."
Unterstützung bekam der Mann sogar von der Schwester seiner Frau. Diese verstrickte sich aber in Widersprüche und muss sich nun selbst wegen falscher Zeugenaussage vor Gericht verantworten. Gegen den Angeklagten sprachen auch WhatsApp-Sprachnachrichten, in denen er seiner Frau nach dem Urlaub gedroht haben soll, sie umzubringen, wenn sie nach Österreich zurückkomme.
Die Richterin glaubte dem Mann kein Wort und verurteilte den immer noch werdenden Vater zu zwölf Monaten bedingter Haft, Bewährungshilfe, Kontaktverbot zum Opfer und 3000 Euro Schmerzensgeld. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung.