Es sind Aussagen, die zutiefst erschüttern. In einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" erklärt Tennis-Profi Oliver Marach, dass er und sein Doppelpartner "aufgrund solcher Situationen (im Tie-Break einer Doppel-Partie hatten sie eine 5:2-Führung noch verspielt, Anm.) schon öfter Morddrohungen erhalten haben."
Auf Nachfrage geht der 37-jährige Grazer dann ins Detail. "Ja, das ist ganz normal in diesem Geschäft und betrifft viele Spieler", erzählt der Doppel-Spezialist. "Die Drohungen kommen von Leuten, die auf ein Match oder einen Satz wetten und dann ihr Geld verlieren." Zuletzt wurde er nach dem verlorenen Finale in Monte Carlo bedroht: "Da hat einer geschrieben, wenn ich nach Roland Garros komme, bringt er mich um." Marach gesteht, dass solche Drohungen leider zum Alltag gehören. "So etwas kommt quasi nach jeder Niederlage vor oder wenn man als Favorit auch nur einen Satz verliert."
Auch Hacker machen Tennis-Spielern schwer zu schaffen
Doch damit nicht genug. Auch Cyber-Attacken von Hackern machen Profis wie Marach schwer zu schaffen. "Es hast schon öfter Fake-Accounts von meiner Frau Jessie gegeben", erzählt er. "In ihrem Namen wurden dann Freunde von mir beleidigt und sogar bedroht."
Die Spielervereinigung ATP ist längst alarmiert. Sie bietet den Tennis-Profis spezielle Internet-Schulungen an, zudem jagt eine Sicherheitseinheit nach den Übeltätern.
(red.)