Sport

Maradona fühlt sich belogen und betrogen

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:00

Einen Tag nachdem der exzentrische Diego Armando Maradona als argentinischer Teamchef abbestellt wurde, holte er nun zum Gegenschlag aus - wenn auch für seine Verhältnisse auf äußerst zivilisierte Art.

Der nunmehrige Ex-Teamchef Maradona griff den Präsidenten des argentinischen Verbandes AFA Julio Grondona und seinen eigenen Co-Trainer Carlos
Bilardo scharf an. Allerdings verlas er dabei eine Erklärung und ließ keine Fragen zu - wohl zum Schutz vor sich selbst und seinen oft deftigen Aussagen.

"Grondona hat mich belogen und Bilardo mich betrogen", erklärte ein den Tränen naher Maradona, den die 0:4-Niederlage gegen Deutschland im Viertelfinal der Fußball-Weltmeisterschaft "immer noch in der Seele schmerzt.

Maradona stellt sich hinter Trainerteam
Laut dem 49-Jährigen habe ihm Grondona nach dem Spiel in der Kabine vor Zeugen gesagt, er solle Trainer bleiben. Auch nach der Rückkehr aus Südafrika habe der Verbandschef dies wiederholt, allerdings den Austausch von sieben Mitarbeitern aus Maradonas Stab verlangt. Für den Nationalcoach wäre dies jedoch einem Verrat an seinem Trainerteam gleich gekommen.

"Während wir trauerten, hat Bilardo im Schatten dafür gesorgt, dass ich rausfliege, schoss Maradona gegen seinen Assistenten. Gleichzeitig bemängelte er das schwache Abschneiden Argentiniens bei Weltmeisterschaften seit dem Finaleinzug 1990. "Es kann ja wohl nicht sein, dass unsere Spieler bei Clubs in aller Welt Triumphe feiern, nur in der Nationalelf nicht.

Trainer an Argentiniens Misere mitschuld
Laut ihm sei dies die Folge von falschen Entscheidungen an der Spitze, doch bei den letzten WM-Endrunden sorgten die Einberufungen der jeweiligen Trainer ebenfalls für großes Kopfschütteln. Maradona etwa ließ die aktuellen Triple-Gewinner und Inter-Mailand-Grundpfeiler Javier Zanetti und Estaban Cambiasso zu Hause, nahm dafür aber den völlig überforderten Nicolas Otamendi und den abgehalfterten Juan-Sebastian Veron mit.

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