Marathonläufer riskiert mit Protestgeste sein Leben

Der Läufer Feyisa Lilesa überquerte beim Marathon in Rio als Zweiter die Ziellinie. Mit über dem Kopf gekreuzten Armen schien er seine Silbermedaille zu feiern. Doch die Geste galt der in seinem Heimatland Äthiopien unterdrückten Volksgruppe der Oromo.

 
Seit November 2015 wurden von der Zentralregierung in Addis Abeda rund 400 Mitglieder der Oromo getötet und tauende weitere bei Protesten verletzt. Die Oromo wehren sich mit friedlichen Mitteln gegen eine Exansion der Hauptstadt auf die umliegenden Gebiete.

Lilesa selber ist sich der Gefahr nach der solidarischen Geste durchaus bewusst. "Wenn ich nach Äthiopien zurückkehre, werden sie mich vielleicht umbringen", sagte er auf einer Pressekonferenz nach dem Lauf.

run 26.1 miles, win a silver medal, then risk your life to protest in solidarity with your people back home.
— profloumoore (@loumoore12)

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