Erfolg für Marcel Hirscher im Streit mit dem Ski-Weltverband: Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat entschieden, dass die FIS das umstrittene Bullen-Logo auf den Skiern von Hirschers Marke Van Deer akzeptieren muss. Die Entscheidung erging als einstweilige Verfügung und ist sofort wirksam.
Konkret geht es um das an Red Bull angelehnte Symbol auf den Van-Deer-Skiern. Der Weltverband hatte den Fahrern die Verwendung des Logos seit 2022 untersagt. Begründung: Auf Skiern dürfe nur klassische Hersteller-Werbung zu sehen sein. Van-Deer-Athleten wie Henrik Kristoffersen mussten das Zeichen bei Rennen sogar abkleben.
Der OGH folgt dieser Argumentation nicht. Das Logo-Verbot verstoße gegen EU-Wettbewerbsrecht und schränke den freien Wettbewerb unzulässig ein. Van Deer und die Fahrer seien wirtschaftlich benachteiligt worden, weil ihnen Werbefläche genommen wurde, die etablierten Herstellern sehr wohl zur Verfügung stehe.
Schon das Kartellgericht hatte zuvor zugunsten von Van Deer entschieden. Der OGH bestätigte diese Sicht nun. Die FIS habe nicht ausreichend darlegen können, welchen Zweck das Verbot im konkreten Fall erfüllen solle.
Damit dürfen Van-Deer-Skier ab sofort wieder mit dem Bullen-Logo im Weltcup eingesetzt werden. Ob die FIS die Entscheidung nur bei Rennen in Österreich oder international umsetzt, ist noch offen. Das Hauptverfahren läuft weiter.