Hirscher-Comeback? Das sagt sein Coach Pircher

Marcel Hirscher, Mike Pircher
Marcel Hirscher, Mike PircherBild: GEPA-pictures.com
Michael "Mike" Pircher verrät, wie es seinem ehemaligen Schützling Marcel Hirscher nach dem Rücktritt geht und plaudert über die gemeinsame Erfolgsgeschichte.
Zwei Mal Olympiagold, sieben Weltmeistertitel, acht große Kristallkugeln, 67 Weltcupsiege – Marcel Hirscher beendete im Sommer seine Bilderbuch-Karriere. Mit nur 30 Jahren verabschiedete sich der wohl beste Skifahrer aller Zeiten in die Ski-Pension.

"Mike" Pircher (44) hatte ihn von Anfang an begleitet und als Trainer mit zu jenem Ausnahmesportler geformt, der Österreichs Ski-Fans in der vergangenen Dekade so viel Freude bereiten sollte. Heute ist er im ÖSV für die Talente-Förderung zuständig.

Am späten Donnerstagabend plauderte Pircher zu Gast im ORF-Nighttalk "Stöckl." über den Rücktritt der Ski-Ikone, wie es ihm heute geht, was ihn so erfolgreich machte.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Leider sagte er am Schluss auch, dass er ein Comeback ausschließe (siehe unten).

Hirscher heute



"Es geht ihm sehr gut. Er ist zuhause angekommen. Er genießt das Privatleben. Er geht auf Skitouren. Er blickt auch nicht wehmütig zurück. Er schaut immer wieder Skirennen, wenn's ihm reinpasst."



Das Erfolgsrezept



"Talent bringen viele mit. Er hat sicher ein außerordentliches Talent. Aber da zählen viele Faktoren. Der Körper, die Psyche. Die Schneetrainings, die Betreuung, das Material."

"Es war für ihn und mich immer sehr wichtig, dass er den Leuten blind vertrauen kann. Das fängt an mit seinem Vater Ferdinand (Auch sein Trainer, Anm.). Auch mir natürlich. Er konnte sich auf uns verlassen. Das war ihm sehr wichtig. Das zeigte sich dann durch eine schützende Psyche."



"Wir haben uns das als Ziel festgelegt. Marcel hat gewusst, er kann ein Großer werden ... wenn er seine Hausaufgaben erfüllt. Sich aufopfern. Wir haben gesagt, wir gehen diesen Weg. Da gibt es keinen Blick nach links und rechts."

Anfangs war noch Skepsis da



"Das große Vorbild war Hermann Maier. Da hat man den Rummel gesehen. Aber darum war er auch skeptisch. Jeder will ein Selfie. Diese Kehrseite des Sports war ihm bewusst, aber er hat sich entschieden, die Sache durchzustehen."



"Das hat man bei Marcel auch immer gesehen. Wenn's mal nicht so geklappt hat, wollte er einfach seine Ruhe haben. Nach Niederlagen ist es nicht so einfach, seine Emotionen im Griff zu haben. Es würde so mancher nicht verstehen, warum man als Zweiter vielleicht nicht so jubelt."

"Der Druck, immer gewinnen zu müssen, war für Marcel brutal groß. Für den Gesamtweltcup geht es darum, jedes Rennen zu gewinnen. Auf Dauer ist das anstrengend. Ich bin jetzt froh darüber, dass dieser Druck ein bisschen weniger ist."

Laura, seine Stütze



"Seine größte Stütze war seine damalige Freundin Laura so oft wie möglich dabei zu haben. Seine heutige Frau. Als sie dann schwanger war, war das dann eh nicht mehr so einfach. Dann haben wir versucht, dass er so oft wie möglich heim kann zu der wichtigsten Person in seinem Leben."

"Auch der Marcel hat sein Tanzkönnen anfangs gezeigt. Aber das waren Ausnahmen, als er noch nicht so bekannt war."

"Ich würd's ausschließen, im Moment auf alle Fälle. Leider ist die Hoffnung sehr klein."







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