"Absurd und ungerecht"

Antrag abgelehnt – Plötzlich wütet Marius gegen Richter

Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit muss weiter in U-Haft bleiben – nun rechnet er öffentlich mit dem Justizsystem ab.
Heute Entertainment
08.05.2026, 08:57
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Marius Borg Hoiby (29) bleibt hinter Gittern. Das Osloer Bezirksgericht hat am Mittwoch seinen Antrag abgelehnt, die Untersuchungshaft mit einer elektronischen Fußfessel auf dem Familienanwesen Skaugum zu verbüßen. Die Entscheidung fiel nach nur 15 Minuten Beratung.

Richter Hans Nikolai Foerde begründete die Ablehnung damit, dass die Wiederholungsgefahr nicht erheblich gemindert worden sei. Der Verteidiger von Mette-Marits Sohn hat bereits Berufung eingelegt.

Wie das norwegische Medium Nettavisen berichtet, kritisiert der 29-Jährige das Vorgehen des Richters in einem Debattenbeitrag scharf. "Für mich scheint es offensichtlich, dass der Richter seinen Entschluss gefasst hatte, bevor ich sagen konnte, was ich sagen wollte", schreibt er.

Isolation im Gefängnis

Marius beschreibt seine Situation als unerträglich: "In Oslo sitze ich isoliert und fast gänzlich ohne sozialen Kontakt. Dies, weil die Staatsanwaltschaft und der Richter Angst haben, dass meine Ex eine SMS oder einen Anruf von mir bekommt. Das ist so absurd und ungerecht, dass mir die Worte fehlen, um meine Frustration auszudrücken."

Er kritisiert außerdem, dass der Richter betonte, er wolle ein schwer erkranktes Familienmitglied besuchen – nämlich seine Mutter. Mette-Marit (52) leidet an chronischer Lungenfibrose. "Dass der Richter betont, dass es sich dabei um meine Mutter handelt, erachte ich als unnötige Präzisierung", so Marius.

Die Anwältin seiner Ex-Freundin, Mette Yvonne Larsen, widersprach jedoch einem Teil seiner Darstellungen: "Meine Mandantin hat Marius im Gefängnis nicht kontaktiert, aber er selbst hat das Kontaktverbot gebrochen, während er dort saß."

Bis zu acht Jahre Haft möglich

Marius sitzt seit dem 1. Februar in Untersuchungshaft. Hintergrund ist die Sorge, dass er gegen ein bestehendes Kontaktverbot gegenüber seiner Ex-Freundin verstoßen könnte.

Das Urteil wird Anfang Juni erwartet. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Schlussplädoyer rund acht Jahre Haft gefordert.

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