Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, sitzt seit dem 2. Februar in Untersuchungshaft. Seine Verteidiger haben nun einen neuen Antrag gestellt: Statt Gefängnis soll er unter Hausarrest mit elektronischer Fußfessel gestellt werden.
Besonders brisant: Er könnte seine U-Haft auf Skaugum verbringen – dem Anwesen der norwegischen Kronprinzenfamilie. Verteidiger René Ibsen bestätigte gegenüber Medien, dass bereits ein Mietvertrag für ein leerstehendes Haus auf dem Gelände abgeschlossen wurde.
Wie bunte.de unter Berufung auf die norwegischen Medien VG und Nettavisen berichtet, findet die Anhörung am 6. Mai vor dem Bezirksgericht Oslo statt. Ein neues Gesetz vom August ermöglicht diese Art der Überwachung als Alternative zur U-Haft.
Marius Borg Høiby ist in ein umfangreiches Strafverfahren verwickelt. Die Anklage umfasst 40 Punkte, darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe nach norwegischem Recht.
Bei Genehmigung der Fußfessel hätte er wieder eingeschränkten Zugriff auf Handy und Computer.
Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft, während die Verteidigung eineinhalb Jahre für angemessen hält. Ein Urteil wird Anfang Juni erwartet.