Anftrag auf Freilassung

Es wird ihm zu viel: Marius will raus aus Gefängnis

Seit vier Wochen sitzt Marius Borg Høiby (29) im Gefängnis. Nun will der Sohn von Mette-Marit unbedingt aus der Untersuchungshaft raus.
Heute Entertainment
09.03.2026, 18:55
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Der Druck wächst für Marius Borg Høiby. Seit dem 3. Februar steht der 29-Jährige vor Gericht, angeklagt in 40 Punkten. Nur zwei Tage vor Prozessbeginn wurde er erneut festgenommen – nachdem er eine Frau bedroht haben soll, mit der er zuvor lange liiert war.

In der Nacht zum 4. August 2024 soll er laut Anklage ihre Wohnung verwüstet, sie bedroht und misshandelt haben. Zudem soll er ein Kontaktverbot ignoriert haben. Kurz vor dem Prozess soll es erneut zu Drohungen gekommen sein. Seitdem sitzt Høiby im Osloer Gefängnis in Untersuchungshaft.

Jetzt versucht seine Verteidigung, ihn aus der Haft zu holen.

Anwältin Ellen Holager Andenæs bestätigte gegenüber der Zeitung Aftenposten:
"Wir haben einen Antrag beim Amtsgericht Oslo zur Freilassung eingereicht. Er ist seit vier Wochen in Haft. Es ist naheliegend, das Gericht darum zu bitten, dass es die Bedingungen, die für eine U-Haft nötig sind, überprüft."

Er könnte noch zwei Monate sitzen

Die Staatsanwaltschaft widerspricht jedoch deutlich. Staatsanwalt Andreas Kruszewski erklärte, man habe den Antrag geprüft und sich entschieden, gegen eine Freilassung zu sein. Nun müsse das Osloer Amtsgericht erneut darüber entscheiden.

"Die letzte Prüfung ist noch nicht lange her", sagte Kruszewski. Damals sei das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass weiterhin ausreichende Haftgründe vorliegen.

Nach norwegischem Strafprozessrecht kann ein Angeklagter bis zur Urteilsverkündung in Haft bleiben, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören etwa Fluchtgefahr oder die Gefahr weiterer Straftaten. Zudem muss eine Verurteilung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent möglich erscheinen.

Der Prozess gegen Høiby soll am 19. März enden. Mit einem schnellen Urteil rechnen Experten jedoch nicht. Wegen der vielen Anklagepunkte könnte es mehrere Wochen dauern, bis das Gericht entscheidet. Auch die bevorstehenden Osterfeiertage Anfang April könnten den Zeitplan verzögern.

Für Marius bedeutet das: Sollte das Gericht den Antrag seiner Anwälte ablehnen, könnte er noch bis zu zwei weitere Monate in Untersuchungshaft bleiben.

Viele Prozessbeobachter halten sogar ein noch längeres Szenario für möglich. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, könnte aus der U-Haft schnell eine reguläre Gefängnisstrafe werden.

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