Marko ätzt gegen Ferrari: "War gegen die Fairness"

Helmut Marko ätzt gegen die Ferrari-Abmachung in Sotschi.
Helmut Marko ätzt gegen die Ferrari-Abmachung in Sotschi.Bild: imago sportfotodienst
Der Große Preis von Russland sorgt weiter für Schlagzeilen. Allen voran wegen der Abmachung der beiden Ferrari-Piloten und dem Vettel-Boxenstopp. Zu viel für Red-Bull-Motorsportboss Helmut Marko.
Doch was war passiert: Beim Start in Sotschi hatte der als Dritter gestartete Sebastian Vettel aus dem Windschatten heraus Pole-Setter Charles Leclerc überholt. Der wehrte sich nicht, denn eine Abmachung im Ferrari-Team hatte geklärt, dass der Monegasse seine Top-Platzierung zurückerhält, wenn der Abstand zu Lewis Hamilton groß genug ist.

Das Problem allerdings: Vettel suchte sein Heil in der Offensive, fuhr seinem Teamkollegen davon. So war der Rücktausch für Ferrari zu gefährlich. Das schmeckte Leclerc ganz und gar nicht. Der Shootingstar aus Monaco wetterte am Boxenfunk, forderte seine Position zurück. Bis Ferrari nachgab, es unelegant über den Boxenstopp löste. Dafür wurde Vettel so lange auf der Strecke gelassen, bis sich sein Boxenstoppfenster wieder geschlossen hatte.

Eine Teamorder der besonders unnötigen Art. Noch dazu von Ferrari mit Funksprüchen offen kommuniziert und äußerst schlecht gelöst.

CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das sah auch Helmut Marko so. Der Red-Bull-Motorsportdirektor polterte nach dem Rennen: "Ich finde das gar nicht gut. Vettel ist vorn, Leclerc beschwert sich. Und dann gibt der Renningenieur mehr oder minder offiziell durch: ,Mach dir keine Sorgen, wir regeln das über den Boxenstopp", schüttelte Marko bei motorsport-total.com den Kopf, ätzte gegen Ferrari: "Das heißt: Wir manipulieren den Boxenstopp. Eigentlich ist das gegen die Fairness und gegen den ganzen Sport."

Die Konsequenz für den Grazer ist eindeutig. Ferrari wird sich bald einen neuen Piloten suchen müssen. Zu sehr habe sich das Team auf die Seite Leclercs geschlagen. "Vettel hat bei Ferrari keine Zukunft mehr, das steht für mich jetzt fest", so Marko zu Auto Bild Motorsport.

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