Chaos beim Start

Marko-Psychodruck! So patzte Norris Verstappen zum Sieg

Max Verstappen siegt in Las Vegas nach Start-Patzer von Lando Norris. Helmut Marko hatte dabei seine Hände mit im Spiel.
Sport Heute
23.11.2025, 07:38
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Helmut Marko hatte noch vor dem Start keine Zweifel daran gelassen, was Max Verstappen im Titelduell vorhabe. "Es wäre gut, nicht allzu lang hinterherzufahren", erklärte der Red-Bull-Berater – ein Satz, der mehr Drohung als Einschätzung war. Verstappen werde beim Start "alles auf Attacke setzen". Dieses verbale Sticheln wirkte. Noch bevor die Lichter ausgingen, war der Ton gesetzt.

Lando Norris, in der WM unter Druck und seit Wochen nicht mehr völlig fehlerfrei, reagierte exakt so, wie Marko es wohl einkalkuliert hatte: übermotiviert. Der McLaren-Star versuchte, Verstappen schon auf den ersten Metern abzuklemmen, verbremste sich dabei aber, verpasste den Einlenkpunkt und rutschte weit. Statt die Tür zuzumachen, öffnete er sie – und musste erst Verstappen, später auch George Russell ziehen lassen. Ein Moment, der den gesamten Grand Prix prägte.

Während Verstappen danach kontrolliert davonzog und später souverän gewann, blieb für Norris nur Schadensbegrenzung. Der verpatzte Start war sein einziges richtiges Fehlmanöver des Sonntags – aber eines mit Wirkung: Der Vorsprung in der WM schmolz auf 42 Punkte, und Markos Psychospielchen erzielten genau den Effekt, den man sich in der Red-Bull-Garage erhofft hatte.

Chaos dahinter: Crashs, Trümmerteile, Ärger über die Rennleitung

Hinter den Titelanwärtern ging es in der Startphase deutlich ruppiger zu. Gleich mehrere Vorfälle sorgten für Kopfschütteln, Diskussionen – und eine Untersuchung nach Rennende.

Zunächst kollidierten Oscar Piastri und Liam Lawson, wobei Letzterem der Frontflügel abgerissen wurde. Die Rennleitung prüfte die Szene, sah aber letztlich von einer Strafe ab. Ganz anders die Situation wenige Sekunden später: Lance Stroll und Rookie Gabriel Bortoleto krachten heftig ineinander, beide waren sofort out.

Brisant: Weil größere Trümmerteile auf der Strecke lagen, waren bereits Streckenposten am Rand unterwegs – die Rennleitung reagierte aber erst verspätet mit dem virtuellen Safety-Car. Nicht zum ersten Mal sorgten Streckenposten auf der Rennstrecke und mangelnde Warnungen heuer für gefährliche Szenen.

Für Bortoleto dürfte der Vorfall ein Nachspiel haben. Die Wiederholungen zeigten, dass er mit überhöhtem Risiko in die Kurve stach und Stroll regelrecht abschoss. Der Brasilianer entschuldigte sich zwar umgehend: "Es tut mir leid, es war meine Schuld. Ich habe beide Rennen zerstört." Doch die Stewards nehmen die Szene trotzdem unter die Lupe – ein Penalty gilt als wahrscheinlich.

Der WM-Krimi

Verstappen hat nun nur noch zwei Rennen und einen Sprint, um den McLaren-Piloten Norris noch von der WM-Spitze zu verdrängen. Der formschwächste unter den drei Titelanwärtern bleibt Oscar Piastri: Der Australier wurde Vierter und verlor weitere Punkte auf Norris. Er liegt nun 30 Punkte hinter seinem Teamkollegen.

Bereits am kommenden Wochenende geht es in Katar weiter, dort sind beim vorletzten Saisonrennen und dem letzten Sprint maximal 33 Punkte zu holen. In Abu Dhabi am 7. Dezember steigt das Finale. Spätestens dort will sich Norris erstmals zum Weltmeister küren, doch der Weg dahin ist noch weit.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.11.2025, 07:52, 23.11.2025, 07:38
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