Mit dem Beginn der neuen Saison kehrt Perez zurück in die Formel 1. Der Mexikaner ergatterte eines der beiden Cockpits bei Formel-1-Einsteiger Cadillac, wird an der Seite des ebenso routinierten Finnen Valtteri Bottas fahren. Von 2021 bis Jahresende 2024 saß der Mexikaner bei Red Bull hinterm Lenkrad, war Teamkollege von Max Verstappen. Und konnte vor allem gegen Ende seiner Bullen-Ära kaum mit dem Formel-1-Star mithalten.
Nun enthüllte Perez ein ungewöhnliches Detail aus seiner Anfangszeit bei den Bullen. Der österreichische Rennstall hatte ihm nämlich einen Psychologen zur Seite gestellt, um mit dem großen Druck bei Red Bull fertig zu werden. Seine Vorgänger Pierre Gasly und Alex Albon waren als Teamkollegen von Verstappen zuvor klar gescheitert.
"Nachdem ich bei Red Bull in den ersten Rennen keine Ergebnisse geliefert habe, haben sie zu mir gesagt: ,Was du brauchst, ist ein Psychologe, du musst einen Psychologen aufsuchen'", erzählte der nun 35-jährige Mexikaner im Podcast "Cracks". Das tat Perez dann auch. "Ich war offen für alles, natürlich. Also habe ich mit dem Psychologen gesprochen", erzählte der Sieger von sechs Formel-1-Rennen. "Nun ja, die Ergebnisse begannen zu kommen, der Anruf hat funktioniert", erzählte Perez dann über die einmalige telefonische Sitzung mit dem Therapeuten.
Die große Überraschung kam dann eines Tages, als Perez in der Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes vorbeischaute. Da war ihm nämlich eine Rechnung übergeben worden. "Es waren 6.000 Pfund vom Psychologen", erzählte Perez nun. Umgerechnet sind das aktuell 6.900 Euro.
"Ich habe ihnen gesagt: ,Könnt ihr das an Helmut Marko schicken? Er wird das bezahlen.' Es waren 6.000 Pfund für einen einzigen Anruf", so Perez weiter. Der österreichische Red-Bull-Berater kam dann tatsächlich für das Honorar des Psychologen auf.
Neben Verstappen zu bestehen, wurde aber immer schwieriger, Perez schwächelte. "In den letzten Jahren war es so viel, dass ich sagte: ,Vielleicht brauche ich wirklich Hilfe. Die Ergebnisse kommen nicht'", erzählte der Mexikaner nun. "Tief im Inneren wusste ich, dass man mit einem Auto nicht schnell sein kann, wenn man darüber nachdenkt, was passieren wird oder in welcher Kurve man crashen wird. Außerdem hast du das ganze Team gegen dich. Öffentlich war das sehr schwierig. Ich glaube, nur jemand, der mental sehr stark ist, kann das aushalten", so Perez, der nach einjähriger Formel-1-Pause gestärkt in die neue Saison geht.