Wegen Kimi Antonelli

Mercedes-Boss Wolff: "Den Kannibalen vorgeworfen"

Kimi Antonelli musste sich im großen Haifischbecken der F1 beweisen und erlebte Höhen und Tiefen. Toto Wolff sprach im Zuge dessen von "Kannibalen".
Sport Heute
06.01.2026, 12:57
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat die erste F1-Saison von Andrea Kimi Antonelli ausführlich analysiert. Der Österreicher ging dabei besonders auf die schwierigen Umstände ein, mit denen der Neuankömmling im F1-Zirkus zu kämpfen hatte – und zog dabei auch einen kuriosen Vergleich.

Wolff über Kannibalen

"Es ist einfach so, dass man in der Formel 1 den Kannibalen vorgeworfen wird", urteilte Wolff in einem Debrief-Video von Mercedes über die Königsklasse des Motorsports. Seine Gedanken, die ihm zum Vergleich mit den Menschenfressern kommen lassen: "Der intensive Druck der Medien, die Verantwortung gegenüber Mercedes und den vielen Menschen, die alles geben, um dir einen Motor und ein Auto zur Verfügung zu stellen."

Ohnehin musste der Italiener einen schweren Rucksack tragen. Denn er trat bei Mercedes die Nachfolge vom siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton an. Vom Werksteam aus Brackley in den F1-Zirkus geschmissen, hatte der 19-Jährige zunächst keine Anpassungsschwierigkeiten: Beim Saisonauftakt in Australien fuhr er auf Rang vier, später folgten seine erste Poleposition in einem Sprintrennen sowie das erste Podium seiner Karriere mit Platz drei beim Großen Preis von Kanada.

Antonelli zwischen Höhen und Tiefen

Aber: Dass in Antonellis erstem Jahr nicht direkt alles glattlaufen würde, war auch Toto Wolff bewusst. "Als wir letztes Jahr bekannt gaben, dass er das Auto fahren würde, habe ich gesagt, dass wir Höhen und Tiefen erleben werden. Momente der Brillanz und dann andere Momente, in denen man sich die Haare raufen möchte", erklärte der Wiener. Und so kam es auch: Vor allem in der Saisonmitte bei den Rennen in Europa musste der Italiener Lehrgeld zahlen.

Aus diesen Phasen, so Wolff, müsse der 19-Jährige seine Lehren für die kommende Saison ziehen. Gezweifelt wurde währenddessen nie am Können des F1-Neulings. "Wir haben nie an seinem Speed, seinem Talent und seinen Fähigkeiten gezweifelt", so der Österreicher.

Unterm Strich fällt das Fazit des Mercedes-Teamchefs positiv aus – auch mit Blick auf die Zukunft. "Insgesamt würde ich sagen, eine gute Saison voller Lektionen und eine starke Basis, um von hier aus weiterzumachen und 2026 mit einem neuen Auto zu starten, das für alle neu ist. Man weiß, was einen erwartet."

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.01.2026, 12:57
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen