Pikanter Talk mit Horner

F1-Star attackiert Red Bull: "War alles ein Problem"

Sergio Perez rechnet mit Red Bull ab. Der Mexikaner spricht von unerfüllbaren Erwartungen und einem Auto, das auf Max Verstappen zugeschnitten war
Sport Heute
05.01.2026, 15:51
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Sergio Perez steht vor einem Formel-1-Comeback mit Cadillac in der kommenden Saison. Gleichzeitig blickt der Mexikaner kritisch auf seine Zeit bei Red Bull zurück. In Interviews und Podcasts rechnet der 35-Jährige schonungslos mit den Strukturen seines Ex-Teams ab.

Im Podcast "Oso Trava" beschreibt Perez ein Umfeld, in dem er es den Verantwortlichen nie recht machen konnte. "Das Team hatte an allem etwas auszusetzen. Bei Red Bull war schlichtweg alles ein Problem", sagt er. Seine Leistung im Vergleich zu Max Verstappen habe dabei keine Rolle gespielt. "War ich schneller, war das ein Problem. War ich langsamer als Max, war es genauso ein Problem." Irgendwann habe er akzeptiert, dass diese Bedingungen nicht zu ändern seien. "Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen."

"Projekt wurde für Max geschaffen"

Besonders enttäuscht zeigte sich Perez über seine Rolle bei der Fahrzeugentwicklung. Zwar habe er gewusst, dass Red Bull klar auf Verstappen ausgerichtet sei, dennoch habe er auf mehr Einfluss gehofft. Über ein frühes Gespräch mit Christian Horner sagte er: "Er erklärte mir, dass dieses Projekt für Max geschaffen wurde."

Rückblickend fällt sein Urteil hart aus. "Ich saß zwar im besten Auto, aber in einem extrem komplizierten Team. Max’ Teamkollege zu sein, ist ohnehin schon schwer. Aber sein Stallgefährte bei Red Bull zu sein, ist der undankbarste Job in der ganzen Formel 1."

Diese Kritik hatte Perez bereits vor rund zwei Monaten bei "Sky" öffentlich gemacht. Damals sagte er klar: "Kein Fahrer kann dort überleben." Die Aufgabe als zweiter Pilot neben Verstappen sei enorm. "Es gibt so viele Dinge, die ich euch darüber erzählen könnte, aber es ist einfach eine sehr schwierige Aufgabe für einen Fahrer."

Perez warnte Horner

Der Hauptgrund liege laut Perez im Fahrzeugkonzept. Das Auto sei vollständig auf den extrem speziellen Fahrstil des Weltmeisters abgestimmt. "Es spielt keine Rolle, ob man Hamilton oder Leclerc oder wen auch immer dorthin setzt. Er wird ein enormes Problem haben."

Besonders brisant sind auch seine Aussagen über sein letztes Gespräch mit Horner. Perez habe den Teamchef davor gewarnt, dass auch kommende Fahrer an denselben Umständen scheitern würden. Seine Prognose sei eindeutig gewesen: "Du wirst sie alle verheizen." Horners Antwort habe ihn nicht überrascht: "Ja, ich weiß."

Die Entwicklung danach bestätigt Perez’ Einschätzung. Weder Liam Lawson noch Yuki Tsunoda konnten sich im zweiten Red-Bull-Cockpit dauerhaft festsetzen. Für 2026 soll Isack Hadjar diese Rolle übernehmen. Ob sich unter der neuen Teamführung tatsächlich etwas ändert oder ob sich die Geschichte erneut wiederholt, bleibt abzuwarten.

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