Als Lewis Hamilton Anfang 2024 zu Ferrari wechselte, klang alles nach Motorsport-Märchen: der erfolgreichste Formel-1-Fahrer der Geschichte bei der legendärsten Marke. Doch ein Jahr später ist klar: Vom erhofften Titel-Traum ist nichts geblieben – Hamiltons Ferrari-Abenteuer läuft völlig aus dem Ruder.
Seine Bilanz in der Saison 2025 im roten Boliden: 24 Rennen, kein einziger Podestplatz, Platz 6 in der Fahrerwertung – und zunehmende Kritik, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Teams.
Jetzt wurde bekannt: Hamiltons Vertrag läuft nicht – wie bisher vermutet – bis Ende 2026, sondern laut "Bild"-Informationen bis einschließlich 2027. Und es kommt noch dicker: Der 40-jährige Brite soll eine einseitige Option haben, die ihm sogar einen Start in der Saison 2028 ermöglicht – er wäre dann 43 Jahre alt.
Intern weiß man in Maranello längst, dass der Wechsel zur Belastungsprobe geworden ist. Zwar bringt Hamilton Strahlkraft, 42 Millionen Instagram-Follower und als Markenbotschafter neue Kundenschichten – doch sportlich hinkt Ferrari weiter hinterher.
Hamilton kassiert laut Bericht rund 55 Millionen Euro pro Saison, inklusive Werbe- und Bildrechten könnten es sogar über 100 Millionen jährlich sein. Nur Red-Bull-Star Max Verstappen verdient noch mehr.
Verantwortlich für den Mega-Deal sind Teamchef Fred Vasseur, der Hamiltons Karriere einst mitgeprägt hat, und Ferrari-Präsident John Elkann. Während Vasseur auf Hamiltons Erfahrung als Baustein für den Umbruch hoffte, setzte Elkann auf dessen weltweite Popularität.
Doch der sportliche Frust ist mittlerweile unübersehbar – auch für den Präsidenten selbst. Im November kritisierte Elkann bei "Sky Italia" offen die Leistung seiner Fahrer: "Unsere Mechaniker gewinnen praktisch die Meisterschaft […] Doch in anderen Bereichen sind wir nicht auf dem erforderlichen Niveau." Dann folgte ein klarer Seitenhieb: "Sicher haben wir Fahrer, die sich mehr aufs Fahren konzentrieren und weniger reden sollten."
Von einem unantastbaren Superstar wie bei Mercedes ist Hamilton bei Ferrari weit entfernt – und das vermeintliche Traumpaar steckt längst tief in der Krise.