WM-Leader Marc Marquez (ESP/Honda) feierte beim MotoGP-Lauf am deutschen Sachsenring seinen neunten Saisonsieg. Überschattet wurde das Rennwochenende vom tödlichen Unfall des Seitenwagen-Piloten Enrico Becker. Im Rennen der Moto3 kam es außerdem zu einer Rangelei.
Zu einem Todessturz kam es bereits am Samstag im Rahmenprogramm WM-Laufs. Seitenwagen-Beifahrer Becker starb während des Zeittrainings, nachdem das Gespann in eine Leitpranke geprallt war. Es war der erste Todesfall nach dem Umbau des Sachsenrings im Jahr 1996.
Ungebremst in die Leitplanken
Der Gespannpilot Kurt Hock hatte während des Qualifyings die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und war in der Sachsenkurve mit hoher Geschwindigkeit durch das Kiesbett gerast und ungebremst in die Leitplanke gerutscht. Trotz der sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen erlag der 31-jährige Becker noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Hock wurde ins Spital von Chemnitz gebracht und wird dort medizinisch versorgt.
Die Staatsanwaltschaft lässt das Wrack des Fahrzeuges untersuchen, um die Unfallursache zu ermitteln. Unklar ist, ob es sich um einen Fahrfehler oder technischen Defekt handelte, der zu dem tragischen Ereignis führte. Das Duo Hock/Becker führt die deutsche Seitenwagenmeisterschaft an. Auf Wunsch der Familie und des Seitenwagen-Starterfeldes wurde das Rennen wie geplant durchgeführt.
Nächster Marquez-Sieg
Der Sieg im Rennen der Königsklasse MotoGP ging erneut an Marquez, . Bei wechselhaften Bedingungen setzte sich der WM-Spitzenreiter vor Honda-Teamkollege Dani Pedrosa (ESP) und Jorge Lorenzo (ESP/Yamaha) durch.
Schlägerei in der Moto3
Bereits im Vorprogramm der MotoGP kam es in der Nachwuchsserie Moto3 zu einer kuriosen Szene. Bryan Schouten und Scott Deroue landeten nach einer Kollision im Kiesbett. Dort gingen die beiden Niederländer plötzlich aufeinander los und konnten erst durch die Streckenposten voneinander getrennt werden.