Mutiger Zeuge packt aus

Maserati-Fahrer zückte Knüppel – "Ich ging dazwischen"

Samir ging bei einem wüsten Streit am Schwedenplatz beherzt dazwischen. Jetzt spricht der mutige Passant über seine erfolgreiche Aktion in "Heute".
Christian Tomsits
22.08.2026, 17:12
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Die Szenen sorgten für Aufsehen: Mitten am Schwedenplatz gerieten vor zwei Wochen ein Maserati-Fahrer und ein Taxilenker aneinander – wir berichten. Der Lenker des Luxus-SUV stieg aus, öffnete seinen Kofferraum und holte einen furchteinflößenden Holz-Knüppel hervor.

Genau in dem Moment schritt ein mutiger Zeuge (51) ein und stellte sich zwischen den Maserati-Lenker und den Taxler, verhinderte durch sein Eingreifen wohl Schlimmeres. Wie nun herauskommt, ist der Streitschlichter kein Unbekannter – es handelt sich um den 50-jährigen Gerichtskiebitz Samir, der bereits 9.000 Verhandlungen beiwohnte und ein echter Polizeifan (siehe Wega-Kappe) ist.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Samir beim "Heute"-Termin am Tatort
Heute

Zwischen 2012 und 2016 schnappte er auf seiner Jagd nach Taschendieben über 100 Verdächtige. Auch danach zeigt der ausgebildeter Ladendetektiv regelmäßig Zivilcourage. In "Heute" erzählt er nun, wie er dazwischenging: Zuerst habe er den Streit als Gast des nahegelegenen Eisgeschäfts mitbekommen. "Der Maseratifahrer regte sich auf, weil der Taxilenker Fußgänger passieren ließ, obwohl die Autoampel auf Grün stand", so Samir.

Als die Situation jedoch immer hitziger wurde und plötzlich der Knüppel ins Spiel kam, zögerte der 50-Jährige nicht lang. "Als ich gesehen habe, dass er den Knüppel in der Hand hatte, war für mich klar, dass ich etwas machen muss", so Samir. Sein Ziel: die Situation zu beruhigen, bevor jemand verletzt wird.

"Auf Arabisch redete ich auf den Maserati-Lenker ein. Ich wollte keinen Streit mit irgendjemandem, sondern einfach nur verhindern, dass etwas Schlimmes passiert", so der Zeuge, der auch bei der Polizei den genauen Tathergang zu Protokoll gab.

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Dass er sich dabei selbst in Gefahr bringen könnte, sei für Samir in diesem Moment zweitrangig gewesen. Schließlich zeigte seine Intervention Wirkung: Der Maserati-Fahrer ließ von der Auseinandersetzung ab, verstaute den Knüppel wieder und fuhr davon. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

„Wenn man Unrecht sieht, sollte man nicht einfach wegschauen, sondern etwas tun“
Polizei-Fan Samir (50)zeigte erfolgreich Zivilcourage

Der Maserati-Lenker wird nun als Beschuldigter geführt – Ermittlungen wegen gefährlicher Drohung laufen. Gegenüber "Heute" schilderte der Syrer den Vorfall aus seiner Sicht und erklärte, er habe sich von dem Taxifahrer und zwei weiteren Männern bedroht gefühlt und deshalb zum Knüppel gegriffen – das nimmt ihm der Zeuge nicht ab. "Der Taxifahrer, den ich persönlich kenne, hat gar nichts gemacht. Auch ich habe nur beruhigt, wie man auf Videos auch sehen kann."

Samir selbst will aus seinem beherzten Einschreiten kein großes Aufsehen machen. Für ihn sei entscheidend gewesen, dass die Situation nicht weiter eskaliert. "Wenn man sieht, dass so etwas passieren kann, sollte man nicht einfach wegschauen", sagt der Freund von Recht und Ordnung, der einmal mehr als Feind des Unrechts auftrat.

{title && {title} } ct, {title && {title} } 22.08.2026, 17:12