Millionen Eier

Diese Monster-Fische breiten sich in der Donau aus

In der Neuen Donau sorgen derzeit riesige Karpfen für Aufsehen. Die bis zu 1,5 Meter langen und 50 Kilo schweren Fische könnten zum Problem werden.
Newsdesk Heute
22.08.2026, 10:21
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In der Neuen Donau werden derzeit auffällig große Karpfen gesichtet. Aufnahmen des Multimedia-Projekts "Wiener Wildnis" zeigen die Tiere an mehreren Stellen in Wien. Sie ziehen einzeln oder in Schwärmen mit weit geöffneten Mäulern durchs Wasser und können laut den vorliegenden Angaben bis zu 1,5 Meter lang und 50 Kilogramm schwer werden.

Welche Art ist es?

Unklar ist, um welche Karpfenart es sich genau handelt. "Wiener Wildnis" spricht von Silberkarpfen, auch Tolstolob genannt. Nutzer vermuten aufgrund der dunkleren Färbung hingegen Marmorkarpfen. Beide Arten können enorme Größen erreichen.

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Die aus Ostasien stammenden Fische wurden in den 1960er-Jahren auch außerhalb ihrer ursprünglichen Heimat ausgesetzt. Als Filterfresser nehmen sie ihre Nahrung direkt aus dem Wasser auf – daher schwimmen sie häufig mit geöffnetem Maul.

Sorge vor Ausbreitung

In Mitteleuropa konnten sich die wärmeliebenden Tiere bisher nur begrenzt ausbreiten. Steigende Wassertemperaturen und häufigere Hitzewellen könnten das ändern. "Wiener Wildnis" warnt: "Die Gefahr steigt, dass aus dem netten Anblick der Exoten (…) eine ungewollt dominante Art wird".

In Teilen der USA haben sich die Fische bereits stark vermehrt, dort wurden sogar Fangprämien ausgesetzt. Bekannt sind sie auch dafür, bei Gefahr aus dem Wasser zu springen und mitunter in Booten zu landen.

Eine Entfernung aus Wiener Gewässern mit Netzen wurde laut "Kronen Zeitung" bereits überlegt, gilt wegen der weiten Verbreitung aber als kaum praktikabel. Ein Tolstolob-Weibchen kann zudem rund fünf Millionen Eier pro Jahr ablegen.

Auch Angler haben es schwer: Weil die Fische ihre Nahrung filtern, lassen sie sich kaum mit klassischen Ködern fangen. Zum Verzehr sollen die XXL-Karpfen hingegen sehr gut geeignet sein.

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