Masken-Nutzen: Forscher streiten über Studie

In der Forschungswelt hagelt es heftige Kritik an einer im Juni veröffentlichten Studie über den Nutzen von Masken.
In der Forschungswelt hagelt es heftige Kritik an einer im Juni veröffentlichten Studie über den Nutzen von Masken.istock
Eine Studie über den Nutzen von Masken wühlt die Forschungswelt auf. Kritiker werfen ihr Ungenauigkeit und Vereinfachung vor. 

In der Wissenschaft regiert gerade nicht die Vernunft. In den renommiertesten Fachkreisen ist eine Schlammschlacht entbrannt, nachdem im Juni eine Studie über die Wirksamkeit von Masken erschienen war.

Die Autoren beschreiben darin, dass Masken nicht nur andere, sondern auch sich selbst schützen. Außerdem ist laut ihren Ergebnissen der Hauptweg der Verbreitung für das Coronavirus die Luftübertragung über Aerosole.

Unglaubliche Vereinfachung, falsche Behauptungen

Gleich nach der Publikation hagelte es Kritik aus der Fachwelt. Mehrere Wissenschaftler sprachen von ungeheuerlichen Fehlern und nachweislich falschen Behauptungen. Vor allem werteten sie als negativ, dass kein Epidemologe an der Untersuchung beteiligt war. Insgesamt 40 Wissenschaftler forderten eine Rücknahme der Studie.

Die Autoren antworteten auf die Vorwürfe und kritisierten die Kritikpunkte wiederum als aus dem Zusammenhang gerissen. Sie gingen zum Gegenangriff vor und warfen ihren Kritikern eine „unglaubliche Vereinfachung“ vor. Diese soll auch Teil der Arbeit an der Studie gewesen sein. Dort wären gerade Linien bei einem komplexen Sachverhalt dargestellt worden. "Mir ist aufgefallen, dass eine gerade Linie durch den Höhepunkt einer Epidemiekurve gezogen wird”, so Kate Grabowsky von der Medizinischen Fakultät der John Hopkins University. “Das ist einfach verrückt”, erklärt sie gegenüber Vox.

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