Massensterben bei Fischen durch Hochwasser in Wien

Am Wochenende kamen durch das Hochwasser in Wien unzählige Fische zu Tode. Dabei spielt die schlechte Wasserqualität der Neuen Donau eine große Rolle.

Das vergangene Wochenende war in mehreren österreichischen Gebieten geprägt von Starkregen, Gewittern und Hochwassern. Allerdings waren nicht nur Menschen stark davon betroffen, wie ein "Heute"-Leserreporter am Mittwoch bemerkte. Denn durch das Unwetter kamen auch unzählige Fische aus der Neuen Donau ums Leben.

"Hunderte, wenn nicht tausende tote Tiere", empörte sich der Leser am Mittwochvormittag, als er die Tiere am Trockenen in der Nähe der Wiener Nordbrücke entdeckte. "Das sind die Überschwemmungsopfer, weil die Schleusen zu schnell geschlossen wurden", vermutet er weiter. 

Wasserqualität verschlechtert

Dem kann Thomas Kozuh-Schneeberger, Pressesprecher der Wiener Gewässer, allerdings nicht zustimmen. "Nein, unsere Schleusen schließen sich nicht derart schnell, dass die Fische dadurch zerquetscht werden", erklärte er auf Anfrage von "Heute". Diese sollen nämlich nur ganz langsam heruntergelassen werden, so dass die Tiere die Möglichkeit haben, darunter durchzuschwimmen.

Vielmehr wurde die Wasserqualität durch das Hochwasser derart verschlechtert, dass die Fische in der Neuen Donau daran gestorben sind. "Durch die Wassermassen, die durch Kläranlagen, Kanäle und Lagerräume gespült wurden, hat sich das Wasser mit Chemikalien wie Dünger angereichert. Das hat dem ein oder anderen Fischen den Rest gegeben", so Kozuh-Schneeberger abschließend.

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