Matchball für Europa! Mit einer breiten Brust reist die Wiener Austria nach drei Siegen in Folge nach Vorarlberg. Mit einem Sieg ist der Europacup so gut wie fix.
Vier Punkte Vorsprung auf Altach, fünf auf Sturm Graz. Zum Abschluss der 31. Runde haben die Veilchen den Matchball für den internationalen Wettbewerb. Im direkten Duell konnte der Vorsprung auf die zuletzt schwächelnden Vorarlberger auf sieben Zähler ausgebaut werden. Damit wäre die Europa-League-Qualifikation quasi fix.
"Klar ist, dass wir mit einem Sieg für eine Vorentscheidung im Kampf um die Europacup-Tickets sorgen können. Das wäre für uns ein Meilenstein", ist Austria-Coach Thorsten Fink die Bedeutung des Spiels bewusst. Gleichzeitig will der Deutsche nicht zu weit in die Zukunft blicken. "Wir stehen jede Woche unter Druck. Jetzt haben wir mal eine gute Ausgangsposition – das ist gut für die Mannschaft."
"Brennen auf Revanche"
Die Vorzeichen für Violett könnten nicht besser sein. Die Krise mit vier Niederlagen am Stück wurde überwunden, seither feierten die Veilchen drei Siege. Das beeindruckende Torverhältnis: 9:1. "In den letzten Partien haben wir defensiv gut gearbeitet und offensiv phasenweise hervorragend gespielt." Die Altacher warten seit sechs Spielen auf einen Sieg, holten lediglich drei Punkte.
Doch Vorsicht! Die letzten beiden Duelle entschieden die Vorarlberger für sich. "Die Mannschaft brennt auf die Revanche, wir haben gegen Altach etwas gutzumachen", stachelt der Chefcoach sein Team an. Den Druck sieht der Deutsche auf Seiten der Vorarlberger. "Sie müssen schon fast gewinnen, um noch an uns dranzubleiben."
"Fußballerisch stärker als Altach"
Auch Austria-Kapitän Alexander Grünwald ist das wiedererlangte Selbstvertrauen anzumerken. "Ich bin davon überzeugt, dass wir fußballerisch stärker als Altach. Wir haben in den letzten Partien defensiv kompakter, mit viel Herz und Leidenschaft gespielt – das sind wichtige Tugenden."
Für Raphael olzhauser geht das Saisonziel über die Qualifikation für das internationale Geschäft hinaus. "Ich denke, wenn wir am Schluss auf Platz zwei stehen, war es eine sehr starke Saison." (wem)