Matej Jelic: "Das schönste Tor meiner Karriere"

Mit einem wunderschönen Fallrückzieher fixierte Matej Jelic am Samstagabend den 3:0-Sieg von Rapid Wien über den Wolfsberger AC. Ein emotionaler Höhepunkt war auch das Pflichtspieldebüt von Andreas Kuen. "heute.at" war live im Happel-Stadion und saugte die Emotionen auf.

Mit einem wunderschönen Fallrückzieher fixierte Matej Jelic am Samstagabend den . Ein emotionaler Höhepunkt war auch das Pflichtspieldebüt von Andreas Kuen. "heute.at" war live im Happel-Stadion und saugte die Emotionen auf.

Wenn Rapid-Präsident Michael Krammer persönlich in den Katakomben erscheint, um einem Spieler persönlich zu gratulieren muss etwas Besonderes passiert sein. Es war die 62. Minute als Philipp Schobesberger von der rechten Seite eine Flanke in den Strafraum zirkelte und Jelic mit einem Gustostückerl den Ball ins Tor beförderte. "Das war das schönste Tor meiner Karriere", freute sich der 25-jährige Kroate.

Er wurde als Fremdkörper bezeichnet und als Fehlkauf abgestempelt. Ist jetzt der Knoten geplatzt? "Dieses Tor war sehr wichtig für die Motivation. Nach so einem Treffer kann man sich nur gut fühlen. Ich kann nicht versprechen, dass ich nur noch solche Tore erziele, ich werde es aber versuchen", grinste Jelic. "Matej Jelic hat gezeigt, dass er ein sehr guter Spieler sein kann, der unserem Spiel guttun kann. Ich hoffe, dass ihm das Tor Auftrieb geben wird, mir ist es aber als Trainer wirklich wurscht, wie die Tore fallen. Es war aber auf jeden Fall sehr schön anzuschauen", meinte Rapid-Coach Zoran Barisic.

Strebinger rehabilitiert

In der Kritik stand auch Goalie Richard Strebinger, der im Herbst durch etliche Unsicherheiten, wie beim Auswärtsspiel gegen die Admira, auffiel. Gegen den WAC war er einer der stärksten Rapidler am Platz. "Strebinger hat uns im Spiel gehalten", so Barisic, dem der Auftritt seines Teams in der ersten Halbzeit nicht gefiel. "Er war auch bei dein Flanken sehr sicher, das gesamte Auftreten hat gepasst. Er wurde sehr hart kritisiert in der Vergangenheit, diese tollen Paraden werden ihm aber ganz viel Auftrieb und Selbstvertrauen geben. Es war nicht nur wichtig für ihn selbst, sondern auch für uns, dass wir einen Tormann haben auf den wir uns verlassen können", lobte Barisic den Goalie.

Strebinger selbst "will gar nicht mehr über den Herbst reden, das ist schon so viele Wochen her. Ich habe mich in der ganzen Vorbereitung gut gefühlt und spüre die Unterstützung vom Trainerteam und der Mannschaft. Ich arbeite auch sehr gut mit meinem Mentaltrainer zusammen. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte".

Gänsehaut-Moment bei Rapid

Für Gänsehaut sorgte aber ein anderer Rapidler in der 82. Minute. Nach eineinhalb Jahren bei Rapid kam Andreas Kuen zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Hütteldorfer. Nach unzähligen Verletzungen wurde der 20-Jährige erstmals in den Kader einberufen. "Als ich vor dem Spiel den Kader nominert habe, da war es für mich unglaublich, wie sich die Spieler gefreut haben, dass auch Andreas Kuen dabei ist. Da zieht mir jetzt noch die Ganslhaut auf", erzählte Barisic.

"Es war so nicht geplant, auch nicht, dass er zum Einsatz kommt, aber ich wollte ihm dieses erste Spiel unbedingt gönnen. Ich hoffe, er kann sehr viel Positives mitnehmen für die Zukunft", so der Rapid-Trainer. Kuen selbst war die Freude ins Gesicht geschrieben: "Es war ein großartiges Gefühl! Es hat mich sehr gefreut endlich mein Pflichtspiel-Debüt für Rapid zu geben, dafür gibt es eigentlich gar keine Worte. Ich habe nie aufgegeben, weil ich weiß, dass ich noch ein junger Spieler bin. Es gibt sehr viele Spieler, die nach langen Verletzungen zurückgekommen sind. Solche Kicker eignen sich dann auch gut als Vorbild. Man versucht dann auch immer nach vorne zu schauen."

Für Rapid geht es gleich am Mittwoch weiter mit dem Cup-Duell gegen die Admira (18 Uhr im Live-Ticker). Am Sonntag folgt dann das Wiener Derby in Favoriten (16.30 Uhr im Live-Ticker).

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