Für seine Rolle als König Odysseus hat Matt Damon ordentlich abgespeckt: Nur mehr 76 Kilo brachte er auf die Waage – so wenig hatte er zuletzt als Bub in der Schule. Das Abnehmen sei für ihn aber kein Problem gewesen. Kritischer sieht er hingegen das schnelle Zunehmen für Filmrollen.
Wie NTV berichtet, betont Damon im Gespräch mit dem US-Magazin "People": "Ich habe das nicht auf ungesunde Weise gemacht." Und weiter: "Hätte ich das Gegenteil getan und zugenommen, wäre das gefährlich gewesen, und so etwas mache ich nicht mehr. Früher in meinem Leben habe ich das gern getan."
Um möglichst glaubwürdig als antiker Held durchzugehen, hat Damon seinen gesamten Alltag umgekrempelt. Gluten hat er – "unter anderem" – komplett gestrichen. Wichtig war ihm vor allem, seinen Körper in Topform bringen. Das geht laut ihm nur mit eiserner Disziplin: "Man muss bei allem, was man zu sich nimmt, sehr, sehr bewusst vorgehen."
Im neuen Epos von Christopher Nolan schlüpft Damon in die Rolle des Königs von Ithaka. Nach dem Trojanischen Krieg irrt er 20 Jahre lang durch die Welt und versucht verzweifelt, zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) zurückzukehren. Auf seiner Reise begegnet er nicht nur einem Zyklopen, sondern muss auch immer wieder den Zorn der Götter überstehen.
Wie Damon betont, war der Dreh nicht nur körperlich eine echte Herausforderung. Gedreht wurde unter anderem in Island, Schottland, Griechenland, Italien und Marokko – oft unter schwierigen Bedingungen. "Dieser Film war mit Abstand der härteste und anspruchsvollste, an dem ich je beteiligt war", sagt Damon rückblickend.
Doch nicht nur er, sondern das gesamte Team habe an seine Grenzen gehen müssen. "Es fühlte sich wirklich mehr wie eine Expedition an als wie ein Filmdreh", erinnert sich der Oscarpreisträger. Besonders beeindruckt hat ihn Regisseur Christopher Nolan. Wenn sich die völlig durchnässten und durchfrorenen Schauspieler umdrehten, hätten sie gesehen, "dass Chris genauso durchgefroren und nass war und dasselbe durchmachte."
"Die Odyssee" ist in Österreich seit heute, 16. Juli, im Kino zu sehen. Mit einem Budget von 250 Millionen Dollar (rund 220 Mio. Euro) ist der Film laut "Time" nicht die teuerste Nolan-Produktion bisher, aber technisch die aufwendigste. Gedreht wurde er vollständig mit 65-mm-IMAX-Filmkameras, die alle zwei bis drei Minuten mit neuen Filmrollen nachgeladen werden müssen.