Michael Matt verpasste beim Slalom in Kranjska Gora als Vierter denkbar knapp das Podest, wurde erst beim letzten Läufer vom Podest gestoßen. Schlussendlich fehlten nur zwei (!) Hundertstel aufs Treppchen. Vor dem ersten Lauf hatte eigentlich noch Fabio Gstrein aus ÖSV-Sicht als Fünfter die besten Podium-Chancen, wurde im zweiten Lauf aber nach einigen Fehlern weit zurückgereicht.
Den Sieg in Slowenien machten sich die aktuell besten Slalom-Läufer unter sich aus. Der Norweger Atle Lie McGrath triumphierte eine (!) Hundertstel vor seinem Landsmann Henrik Kristoffersen. Dritter wurde der brasilianische Olympiasieger Lucas Braathen, mit einem Rückstand von nur 0,04 Sekunden. Damit spitzt sich der Kampf um die kleine Kristallkugel im Slalom weiter zu.
Eine Erfolgsgeschichte aus österreichischer Sicht: Dominik Raschner gelang als erster Läufer im zweiten Durchgang eine starke Fahrt. Der ÖSV-Star nutzte bei 15 Plusgraden die (noch) guten Pistenverhältnisse, nahm volles Risiko und wurde dafür belohnt. Er katapultierte sich schlussendlich um 23 Plätze nach vorne und landete auf dem siebenten. Platz – und ließ damit auch Teamkollegen Joshua Sturm und Marco Schwarz hinter sich. "Ich war nicht ganz sicher wie gut der Lauf war. Aber ich glaub, ich hab das Beste aus der Situation rausgeholt. Damit bin ich zufrieden", resümierte er nüchtern.
Marco Schwarz' letztes Slalom-Rennen seiner Karriere könnte mit einem enttäuschenden Ergebnis geendet haben. Dem ÖSV-Star fehlte einmal mehr in beiden Läufen der Speed, wurde 13. "Natürlich ist es frühlingshaft. Bei solchen Bedingungen ist es immer schwierig. Was soll ich sagen: mittelmäßig", zeigte sich Schwarz enttäuscht. Sein dichtes Programm bis zum Saisonende will er durchziehen, nimmt die kommenden Speed-Bewerbe mit. "Bei der Abfahrt würde ich gern wieder die Erfahrungen sammeln."