"Man darf nicht vergessen..."

Matthäus gegen Infantino: "Nicht mein Fußball"

Lothar Matthäus reiht sich in die Riege der Kritiker an FIFA-Präsident Gianni Infantino ein. Auch wenn er den Schweizer nicht ganz verdammen wollte.
Sport Heute
04.08.2026, 07:16
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Auch Lothar Matthäus hat nur Kopfschütteln für das jüngste Vorgehen von Gianni Infantino übrig – auch wenn er den FIFA-Präsidenten nicht vollends verdammen will.

"Man darf nicht vergessen, dass Infantino auch einiges richtig gemacht hat in der Vergangenheit, auch wenn es bei ihm immer ums Geld geht, war nicht alles verkehrt in seiner Amtszeit", schrieb Matthäus (65) in seiner Kolumne für "Sky", fügte aber schnell an: "Aber jetzt hat er es übertrieben. Er ist schlecht beraten worden oder hat sich gar nicht beraten lassen."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Nicht mein Fußball"

Infantino hatte versucht, Anteile – im Gespräch waren 20 Prozent – an der Fußball-WM und an anderen FIFA-Turnieren an Investoren zu verkaufen. Nach massiver Kritik gab er das weitgehend im Alleingang gestartete Vorhaben auf. Zuvor hatten sich die Kontinentalverbände aus Europa, Nord- und Mittelamerika sowie Asien gegen Infantino gewendet und alle 55 UEFA-Verbände mit einem Boykott sämtlicher Turniere des Weltverbands gedroht.

"Er hat für seine Pläne einen der falschesten Zeitpunkte ever gewählt und zum anderen gibt es für mich kaum etwas Unsinnigeres als diese Idee", so Matthäus.

Deutschlands Rekordnationalspieler war nicht zum ersten Mal enttäuscht von Infantino. "Das ist ähnlich wie die zurückgenommene Rote Karte bei der WM gegen Folarin Balogun und das ist nicht mehr mein Fußball. Infantino bekommt wahrscheinlich jetzt seine Quittung und das, was sich viele seiner Gegner gewünscht haben", schrieb er.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.08.2026, 07:16