Matthias Lanzinger hängt die Skischuhe an den Nagel

Bild: GEPA pictures/ Ch. Kelemen
Matthias Lanzinger wird seine Karriere nach der derzeit laufenden Para-Ski-WM in Panorama (Kanada) beenden. Dies gab der 34-Jährige in einem "Ö3"-Interview bekannt. "Die WM nun ist ein schönes Event zum Aufhören, es werden meine letzten Rennen sein", so der 34-Jährige.
Matthias Lanzinger wird seine Karriere nach der derzeit laufenden Para-Ski-WM in Panorama (Kanada) beenden.  Dies gab der 34-Jährige in einem "Ö3"-Interview bekannt. "Die WM nun ist ein schönes Event zum Aufhören, es werden meine letzten Rennen sein", so der 34-Jährige. 

Eigentlich hatte Lanzinger die Paralympischen Spiele in Russland als Highlight gehabt. "Sotschi vergangenes Jahr war mein großes Ziel, das war dann irgendwie so schnell vorbei, da habe ich irgendwie noch keinen Abschluss gefunden", so der Ski-Rennläufer. Dem ehemaligen Weltcup-Läufer musste zwei Tage nach seinem schweren Sturz im Super-G von Kvitfjell am 4. März 2008 der linke Unterschenkel amputiert werden. 

Lanzinger eroberte in Sotschi Super-G- und Kombinations-Silber, bei den Weltmeisterschaften in Panorama hält der Abtenauer aktuell bei zwei Silbermedaillen in Abfahrt und Super-G. "Mit den Resultaten bin ich zufrieden, zwei Medaillen waren das Ziel. Mit der Leistung bin ich nicht ganz zufrieden, ich wollte mich noch weiter steigern, ein bisserl was wäre noch drinnen", so der 34-Jährige selbstkritisch. 

Lanzingers Lebensfreude

In diesen Tagen jährt sich Lanzingers Horrorsturz zum siebenten Mal. "Was in diesen sieben Jahren alles passiert ist, das ist wunderschön. Ich habe eine irrsinnige Lebensfreude, habe eine tolle, gesunde, muntere Familie zu Hause. Ich bin beruflich super aufgestellt und der Sport macht Riesenspaß. Ich möchte mit niemandem auf der Welt tauschen. Es sind die positiven Dinge, die überwiegen, wenn ich an diese Geschehnisse zurückdenke", so der Abtenauer weiter.

Nun ist Schluss mit Skisport auf Weltklasse-Niveau: "Ich habe meine ganze Jugend, das ganze Leben dem Skisport verschrieben. Es war mein großes Ziel, bei WM und Olympia um Medaillen mitzufahren. Ich habe dann gedacht, über den Umweg Behindertensport kann ich das noch einmal machen." 
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