Am Samstag stand bei den Herren das letzte Abfahrtstraining auf dem Programm. ÖSV-Athlet Matthias Mayer ging es lockerer an und zeigte einen kleinen Stunt. Überschattet war die Session vom schweren Sturz von Rok Perko. Cornelia Hütter war beim Training der Damen schnellste ÖSV-Athletin und ist nun Favoritin auf einen der letzten beiden Startplätze.
Einen Tag vor dem Rennen ließen es die Herren im letzten Training etwas lockerer angehen. Bode Miller (USA) holte, obwohl er unten bereits aufrecht fuhr, die Bestzeit vor Aksel Lund Svindal (NOR). Matthias Mayer schwang bereits nach 80 Fahrsekunden ab und fuhr über den oberen Pistenausgang direkt ins Athletendorf. Georg Streitberger und Klaus Kröll nahmen im unteren Streckenteil Tempo heraus.
Für Raunen sorgte Österreichs heißestes Eisen Max Franz. Inspiriert von den Slopestylern zeigte er bei einem Sprung eine Freestyle-Einlage. Laut dem 23-Jährigen war es ein "Cross mute grab". Franz war mit der Generalprobe zufrieden. "Heute war für mich sauberes, schönes Skifahren am wichtigsten. Ich wollte die Ski heute nicht runterprügeln, sondern zentral auf dem Ski stehen. Das ist mir gut gelungen. Am Sonntag steht dann wieder Rennfahren auf dem Programm", sagte der Kärntner.
Schwerer Sturz von Rok Perko
Ein echter Schock war der Sturz von Rok Perko. Der Slowene, der die Startnummer eins hatte, kam bei einem der Riesensprünge schwer zu Sturz. Danach bekleckerte sich der russische Veranstalter nicht mit Ruhm. Perko musste minutenlang auf Hilfe warten. Nach dem Sturz klagte der 28-Jährige über Schmerzen in der Schulter und den Knien. Er wird derzeit im Olympischen Dorf behandelt, ob er am Sonntag starten wird, steht noch nicht fest. "Diese Strecke hat ihre Zähne überall. Sie kann dich 'killen'", warnte auch Miller vor den Tücken der Strecke im Olympischen Skigebiet Rosa Chutor.
Hütter schnellste ÖSV-Läuferin
Zahlreiche Abfahrerinnen machten am Samstag frei, für drei Österreicherinnen stand aber im dritten Trainingslauf einiges auf dem Spiel. Im Kampf um die Starttickets für die Olympia-Abfahrt brachte sich dabei Cornelia Hütter in Krasnaja Poljana in die "Pole Position", die Steirerin war als Neunte beste Österreicherin. Nicole Schmidhofer (17.) und Regina Sterz (21.) müssen hingegen zittern.
Für dieses Trio standen nämlich am Samstag die "Zeitläufe" genannten Fahrten auf dem Programm, die dann bei der Entscheidung der Trainer besonders ins Kalkül gezogen werden. Die vierte Anwärterin ist Nicole Hosp, die so wie u.a. auch die Salzburgerin Anna Fenninger, Maria Höfl-Riesch (GER), Tina Weirather (LIE) oder Tina Maze (SLO) pausierte. Hosps "Zeitlauf" ist dann die Abfahrt der Super-Kombination am Montag.