Matthias Mayer eroberte in Pyeongchang Gold im Super-G! Der ÖSV-Star wandelt mit seinem Olympia-Triumph auf den Spuren von Hermann Maier. Die Parallelen im Olympia-Auftritt der beiden Namensvetter sind beinahe unheimlich.
Herminator in Japan
Ein Rückblick: Olympische Winterspiele 1998 in Nagano. Am 13. Februar steht die Abfahrt auf dem Programm. Hermann Maier schwingt sich aus dem Start, rast die Strecke hinunter. Bei einem Linksschwung hebt er nach 18 Sekunden ab, segelt meterhoch durch die Luft. Er fliegt über einen Zaun, kommt wie durch ein Wunder unverletzt davon. Am 16. Februar holt steht er im Super-G am Start – und holt Gold. Der "Herminator" war geboren.
Mayer-Show in Pyeongchang
20 Jahre später: Olympische Winterspiele in Pyeongchang. Matthias Mayer startet am 13. Februar in den Kombi-Slalom. Der Speed-Spezialist fädelt ein, kracht übel auf den Oberschenkel. Er rutscht die Piste hinunter, schlittert in einen Pistenarbeiter. Der Bohrer des Arbeiters hätte ihn schwer verletzen können. Zum Glück blieb es bei einem heftigen Bluterguss.
Dunkle Erinnerung
Am 16. Februar steht Mayer im Super-G am Start – und holt Gold. Purer Zufall? "Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt wollte! Ich kann doch nicht zwei Mal Olympiasieger werden", wunderte sich Mayer. Nachsatz: "Ich kann mich noch dunkel an den Sturz von Hermann Maier erinnern. Aber da war ich noch sehr jung. Dass er danach gewonnen hat, war mir damals nicht bewusst. Der Hermann hat ja dauernd gewonnen."