Floyd Mayweather (US) trifft am 3. Mai (4.20 Uhr MEZ, live Sky Select) auf Manny Pacquiao (Phi). Money gegen Pac-Man, Luxus-Rüpel gegen Vorzeige-Christ - um drei Gürtel im Weltergewicht (bis 66,67 Kilo).
(Phi). Money gegen Pac-Man, Luxus-Rüpel gegen Vorzeige-Christ – um drei Gürtel im Weltergewicht (bis 66,67 Kilo).
118.000 Euro blätterte ein Fan hin, um beim "Jahrhundert-Fight" im MGM in Las Vegas als einer von 15.600 "Auserwählten" dabei zu sein. Die Kampfbörse ist mit 400 Millionen Dollar die höchste aller Zeiten. Mindestens 150 Millionen Dollar wird Mayweather cashen, 100 Millionen Pacquiao.
Zum Vergleich: Der Box-Legende blieben fünf Millionen bei großen Siegen. "Heute" checkt die Kämpfer auf Faust und Bizeps. Box-Experte Sigi Bergmann erklärt die Hintergründe zum Fight.
Gast-Kommentar von Box-Experte Sigi Bergmann:
Es wird die Krise des Box-Sports kaschiert
Mayweather gegen Pacquiao! Dieser Kampf soll das Boxen wiederbeleben – in Amerika und auf der ganzen Welt. Im Schwergewicht ist ja nichts los. Darum muss ein neuer Box-Superstar her, auch wenn dieser nur 170 Zentimeter klein ist. Vor dem ersten Gong geht es nur ums Geld. 400 Millionen Dollar Kampfbörse, 25.000 Dollar kostet allein Mayweathers Zahnschutz. Gigantische Zahlen sind im Umlauf.
Ihr Auftrag: die Krise des Boxens zu kaschieren. Spannend ist das Duell der Menschen. Mayweather ist hart, brutal. Seine Mutter war drogenabhängig. Floyd erlebte Schießereien im Kinderzimmer. Als Boxer ist er in 47 Kämpfen unbesiegt und gilt laut Computer-Tests als effektivster Kämpfer aller Zeiten.
46 Prozent seiner Schläge treffen den Gegner, er selbst wird nur von 16 Prozent getroffen. Pacquiao ist der Gute. Er wuchs in einer Holzhütte auf, verkaufte mit vier Jahren Kartoffeln. Seine Mutter wollte, dass er Priester wird. Er wurde Boxer, gewann acht WM-Titel und lässt heute als Vorzeige-Christ Schulen bauen. Sein größter Fan: Muhammad Ali.