Maze holt erstes Gold in Schladming

Weltcup-Dominatorin Tina Maze ging am Dienstag im sehr turbulenten ersten Rennen der Ski-WM als Siegerin hervor. Die Slowenin setzte sich vor Lara Gut (SUI) und Julia Mancuso (USA) durch. Nachdem das Rennen aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen verschoben wurde, verletzten sich ein Pistenarbeiter und Lindsey Vonn schwer. Andreas Fischbacher wurde als beste Österreicherin Neunte.

So hatten sich die Ski-Fans den WM-Start sicherlich nicht vorgestellt. Zuerst war das Rennen wegen anhaltenden Nebels mit dreieinhalb Stunden Verspätung gestartet worden. Später musste der Lauf wegen schweren Verletzungen zweimal unterbrochen werden. Zunächst stürzte ein Pistenarbeiter schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Fenninger, Höfl-Riesch und Co. out

Tina Maze meisterte die schwierige Aufgabe und holte nach Garmisch 2011 ihren zweiten Weltmeistertitel nach Garmisch 2011 im Riesentorlauf. Lara Gut (+0,38) und Julia Mancuso (+0,52) waren für Maze keine Gefahr, fuhren aber hinter ihr auf die Medaillenränge.

Maze war nach dem Sieg überglücklich: "Das bedeutet sehr viel für mich. Ich habe einen guten Lauf gemacht, es war auch ein sehr langer Super-G ... Weltmeisterschaften sind immer besonders, man muss konzentriert sein. Ich war mir zu 100 Prozent sicher, dass heute ein Rennen stattfindet. Ich weiß, ich fahre gut, möglich ist nun alles. Ich konzentriere mich einfach Tag für Tag", sagte die Slowenin.

Sorge um Vonn

Lindsey Vonn war zwar nicht optimal, aber gut unterwegs, als sie nach einem Sprung schwer stürzte und sich das Knie verdrehte. Die US-Amerikanerin wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. Die ersten Vermutungen der Ärzte, dass sich Vonn einen Schienbeinkopfbruch zugezogen habe, bestätigten sich. Dennoch ist für Vonn nach einem Kreuzbandriss die WM vorbei.

Die vielen Verzögerungen schlugen sich bei anderen Läuferinnen in Form von Konzentrationsfehlern zu Buche. Mitfavoritin Anna Fenninger ließ wie mehrere andere Läuferinnen ein Tor aus. Über ihren Fehler sagte sie: "Es ist extrem schnell gegangen. Bei der Besichtigung war Nebel, sodass man fast gar nichts gesehen hat." Maria Höfl-Riesch, eine Freundin von Lindsey Vonn, musste direkt nach dem Sturz der US-Amerikanerin starten und schied ebenfalls aus.

Fischbacher als neunte beste ÖSV-Läuferin

Die ÖSV-Läuferinnen gingen leider leer aus. Olympiasiegerin Andrea Fischbacher war die Beste, schaffte es mit 1,01 Sekunden Rückstand auf Rang neun. Dahinter folgten die entthronte Titelverteidigerin Elisabeth Görgl und Nicole Schmidhofer auf dem geteilten elften Platz. Regina Sterz wurde 17. 

Am Ende waren die Bedingungen auf Grund starken Nebels und der hereinbrechenden Dunkelheit schon beinahe irregulär. Nur die Italienerin Sofia Goggia sorgte für eine Überraschung und beinahe für eine Medaille. Sie verpasste mit einer Top-Zeit (+0,57) die Bronzemedaille um nur fünf Hunderstel. Das Rennen musste nach 36 Läuferinnen wegen immer schlechter werdender Sicht abgebrochen werden, wurde aber offiziell gewertet. Am Mittwoch findet der Super-G der Herren statt.

Super-G der Damen bei der Ski-WM in Schladming:

1. Tina Maze (SLO) 1:35,39 Min.

2. Lara Gut (SUI) 1:35,77; +0,38

3. Julia Mancuso (USA) 1:35,91; +0,52

4. Sofia Goggia (ITA) 1:35,96; +0,57

5. Fabienne Suter (SUI) 1:36,25; +0,86

6. Ilka Stuhec (SLO) 1:36,28; +0,89

7. Daniela Merighetti (ITA) 1:36,32; +0,93

8. Viktoria Rebensburg (GER) 1:36,33; +0,94

9. Andrea Fischbacher (AUT) 1:36,40; +1,01

10. Dominique Gisin (SUI) 1:36,57; +1,18

11. Nicole Schmidhofer (AUT) 1:36,64; +1,25

11. Elisabeth Görgl (AUT) 1:36,64; +1,25

17. Regina Sterz (AUT) 1:37,09; +1,70

Ausgeschieden: Anna Fenninger (AUT), Lindsey Vonn (USA), Maria Höfl-Riesch (GER), Tina Weirather (LIE), Veronique Hronek (GER), Ragnhild Mowinckel (NOR)

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