Maze knackte in Garmisch Maiers Punkterekord

Tina Maze hat in dieser alpinen Ski-Saison neue Maßstäbe gesetzt. Die Slowenin gewann am Samstag die Weltcup-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen und knackte damit den 2.000-Punkte-Rekord von Hermann Maier (1999/2000) im Weltcup.

Tina Maze hat in dieser alpinen Ski-Saison neue Maßstäbe gesetzt. Die Slowenin gewann am Samstag die Weltcup-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen und knackte damit den 2.000-Punkte-Rekord von Hermann Maier (1999/2000) im Weltcup. Das Rennen war zudem geprägt vom Sturz der US-Amerikanerin Alice McKennis. Sie wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert.

Die 29-jährige Tina Maze hält sieben Rennen vor Schluss jetzt bereits bei 2.024 Zählern. Es war ihr neunter Saisonsieg sowie der 20. Podestplatz im 30. Rennen des Winters. Maze hat damit 2012/2013 auch Bewerbe in allen fünf Disziplinen gewonnen, das gelang vor ihr nur der Salzburgerin Petra Kronberger (1990/91) und der Kroatin Janica Kostelic (2005/06).

Maze siegte auf der Kandahar 0,39 Sekunden vor der US-Amerikanerin Laurenne Ross und 0,50 vor der Deutschen Maria Höfl-Riesch. Stefanie Moser wurde als Fünfte beste Österreicherin (0,80), sonst schaffte es keine ÖSV-Läuferin in die Top-Ten.

"Toll, toll, toll!"

"Toll, toll, toll!" Eigenlob war angebracht. Denn Maze hat in dieser Ski-Saison wahrlich neue Maßstäbe gesetzt. "Am meisten freut mich heute, dass ich die Abfahrt gewonnen habe. Ich bin dieses Jahr gut gefahren, aber nicht ohne Fehler gewesen. Bei meinem ersten Abfahrtssieg (2008 in St. Moritz/Anm.) war Glück dabei, da hatte ich Sonne und die anderen Nebel. Heute war es nicht Glück. Deshalb bin ich topzufrieden. Eine Abfahrt zu gewinnen, ist das Schönste, es ist eine sehr spezielle Disziplin", sagte Maze. "Ich habe alles gewonnen in dieser Saison, nur die Abfahrt fehlte noch. Deshalb habe ich alles probiert."

Sogar Abfahrtskristall möglich

Im Abfahrtsweltcup ist nur noch das Rennen beim Finale in Lenzerheide ausständig. Maze liegt ein Pünktchen hinter der verletzten, aber immer noch führenden Lindsey Vonn (USA). Das heißt, Maze muss in der Schweiz unter die Top-15 kommen, um sich das nächste Kristall nach jenem für den Gesamtweltcup und die Riesentorlaufwertung abzuholen. Kristallkugeln waren das Ziel von Maze für diesen Winter gewesen, die 2.000 Punkte von Maier aus der Saison 1999/2000 hatten nicht dazu gehört. "Aber wenn ich gut fahre, kommt das eh von selbst", hatte sie stets betont. Vonn war an diesem Vorhaben vergangenen Winter mit 1.980 Zählern knapp gescheitert.

Nur Moser hielt mit

Stefanie Moser egalisierte ihr bestes Weltcupergebnis der Karriere, bereits vor Weihnachten in Lake Louise war sie Fünfte gewesen. "Es ist ein echt schöner Tag. Ich habe alles riskiert, es ist voll aufgegangen. Ich habe mich von Training zu Training gesteigert", sagte die 24-jährige Tirolerin, für die es nach dem starken Saisonauftakt nicht mehr nach Wunsch gelaufen ist. "Ich habe zu denken angefangen, wie ich das toppen oder bestätigen kann. Das war ein großer Fehler. Besser ist, ich konzentriere mich nur aufs Skifahren", weiß Moser.

Rennen lange unterbrochen

Das Rennen war längere Zeit unterbrochen gewesen, weil die US-Amerikanerin Alice McKennis, Saison-Siegerin in St. Anton am Arlberg, nach einer Welle zu Sturz kam und vom Hubschrauber abtransportiert werden musste. Ihr rechtes Knie war plötzlich weggeknickt. Nach Lindsey Vonn dürfte damit die nächste Dame aus dem US-Team längere Zeit ausfallen.

Ergebnisse der Weltcup-Abfahrt der Damen:

 1. Tina Maze (SLO)                     1:40,46  Min.

 2. Laurenne Ross (USA)                 1:40,85 +0,39

 3. Maria Höfl-Riesch (GER)             1:40,96 +0,50

 4. Lara Gut (SUI)                      1:41,20 +0,74

 5. Stefanie Moser (AUT)                1:41,26 +0,80

 6. Julia Mancuso (USA)                 1:41,39 +0,93

 7. Tina Weirather (LIE)                1:41,45 +0,99

 8. Viktoria Rebensburg (GER)           1:41,52 +1,06

 9. Stacey Cook (USA)                   1:41,53 +1,07

10. Ilka Stuhec (SLO)                   1:41,69 +1,23

11. Marion Rolland (FRA)                1:41,80 +1,34

12. Nadia Fanchini (ITA)                1:41,97 +1,51

13. Daniela Merighetti (ITA)            1:42,02 +1,56

14. Anna Fenninger (AUT)                1:42,25 +1,79

  . Mirena Küng (SUI)                   1:42,25 +1,79

16. Regina Sterz (AUT)                  1:42,32 +1,86

17. Elisabeth Görgl (AUT)               1:42,35 +1,89

18. Edit Miklos (HUN)                   1:42,43 +1,97

19. Camilla Borsotti (ITA)              1:42,55 +2,09

20. Lotte Smiseth Sejersted (NOR)       1:42,59 +2,13

21. Elena Fanchini (ITA)                1:42,60 +2,14

22. Carolina Ruiz Castillo (ESP)        1:42,61 +2,15

23. Lisa Magdalena Agerer (ITA)         1:42,68 +2,22

24. Verena Stuffer (ITA)                1:42,91 +2,45

25. Nicole Schmidhofer (AUT)            1:43,10 +2,64

26. Dominique Gisin (SUI)               1:43,15 +2,69

27. Marianne Kaufmann-Abderhalden (SUI) 1:43,34 +2,88

28. Marie Marchand-Arvier (FRA)         1:43,48 +3,02

   . Klara Krizova (CZE)                 1:43,48 +3,02

30. Andrea Fischbacher (AUT)            1:43,54 +3,08

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