Das Estadio da Luz bebte an einem denkwürdigen Fußball-Abend. Nachdem Tormann Anatolij Trubin in der allerletzten Spielminute (90+8.) zum 4:2 für die Portugiesen eingeköpft hatte. Ein Treffer, der Benfica auf den letzten Drücker und nur aufgrund der besseren Tordifferenz als 24. Team noch in die K.o.-Phase der Champions League brachte, und Real mit Kopfschütteln zurückließ.
Die "Königlichen" sind freilich auch weiter, aber nicht als Top-Acht-Mannschaft schon fix im Achtelfinale. Ganz im Gegenteil, die Spanier müssen "nachsitzen", ebenso im Play-off an den Start gehen. ÖFB-Teamkapitän David Alaba wurde aufseiten der Spanier in der 79. Minute eingewechselt.
Nach dem Schlusspfiff schäumten die Real-Stars. Sie rutschten schließlich noch aus den Top Acht, obwohl sie nach sieben Spieltagen sogar Rang drei belegt hatten. "Für uns ist das eine Schande. Was wir da erlebt haben, ist nicht normal. Wir wollten unter die Top Acht kommen, die Belastung gering halten. Aber sie waren besser. Wenn wir 1:5 verlieren, kann sich niemand beschweren. Wir haben nie den Rhythmus gefunden", schüttelte Reals Doppelpacker Kylian Mbappe den Kopf. Seine Tore waren aber zu wenig gewesen.
"Es ist keine Frage der Qualität, der Taktik. Es geht darum, mehr Gier als der Gegner zu haben. Man konnte nicht sehen, dass wir um unser Leben spielen. Man hat nicht gesehen, worum es für uns geht. Wir können nicht an einem Tag so und am anderen Tag so spielen. Einem Siegerteam passiert das nicht", schäumte der Franzose.
Ähnlich deutlich wurde auch Star-Mitspieler Jude Bellingham. "Natürlich fühlt es sich schrecklich an, auf diese Art zu verlieren. Die Tore, die wir kassiert haben... Mehr muss ich dazu nicht sagen."