Anlässlich des Internationalen Tages der Frankophonie luden die Wirtschaftskammer Österreich und die Französische Botschaft zum vierten Österreichischen Wirtschafts-Frankophonie-Forum.
Im Fokus stand neben Cybersecurity das Thema Ausbildung. Am Podium zum Talk über Erfolgsmodelle in der beruflichen Bildung saß der Vorsitzende der Bezirksvertretung des 8. Wiener Gemeindebezirks Florian Wunsch, der während seiner Schulzeit selbst ein halbes Jahr die Schulbank in einem französischen "Lycée" (Gymnasium) drückte.
Der junge Bezirkspolitiker betonte: "Es kann nicht sein, dass das Geldbörserl der Eltern darüber entscheidet, ob motivierte Schüler die Möglichkeit haben, einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland zu absolvieren, oder nicht". Vorhandene Subventionen würden oft zu kurz greifen, und neben staatlichen Einrichtungen sei auch die Wirtschaft aufgerufen, Förderprogramme zu entwickeln. Immerhin profitieren schlussendlich auch Arbeitgeber von gut ausgebildeten, mehrsprachigen jungen Nachwuchstalenten.
"Schüler-Austauschprogramme fördern einerseits die persönliche Entwicklung, verhelfen später allerdings auch zu besseren Positionen am Arbeitsmarkt", so der Vorsitzende des Josefstadt-Parlaments. Klar ist: Jede zusätzliche beherrschte Fremdsprache ist ein Ass im Ärmel im Bewerbungsgespräch, weil im Job breitere Aufgabenbereiche übernommen werden können. In der vernetzten Welt von heute sind Fremdsprachenkenntnisse im privaten wie im öffentlichen Sektor oft die entscheidende Zusatzqualifikation.
Wunsch, der in der Josefstadt auch als Europabeauftragter fungiert, ergänzt: "Je besser die nächste Generation Fremdsprachen beherrscht, desto besser wird auch die künftige Verständigung innerhalb Europas funktionieren – in Zeiten von wenig verlässlichen Partnern jenseits des Atlantiks absolut essentiell". Beim Frankophonie-Forum wurde insbesondere die Bedeutung der französischen Sprache hervorgehoben, die in der EU die am zweithäufigsten gesprochene Muttersprache wäre. Die am häufigsten gesprochene Muttersprache der EU ist übrigens Deutsch.