Mehrere Tausend Corona-Fälle bei der Fußball-EM

Volle Stadien könnten auch zur Ausbreitung des Coronavirus beigetragen haben. Auch in Dänemark sind Neuinfektionen direkt auf die Euro zurückzuführen.
Volle Stadien könnten auch zur Ausbreitung des Coronavirus beigetragen haben. Auch in Dänemark sind Neuinfektionen direkt auf die Euro zurückzuführen.WOLFGANG RATTAY / AFP / picturedesk.com
Die europäische Gesundheitsbehörde (ECDC) zählt alleine durch die EM mehr als 2.500 Corona-Neuinfektionen. Es sind Fans aus sieben Ländern betroffen. 

Die Fußball-Europameisterschaft findet ausgerechnet im Pandemie-Jahr über den ganzen Kontinent verteilt statt. Neben den Reisebewegungen einzelner Fan-Gruppierungen kommen auch zahlreiche Public-Viewing-Events in den einzelnen Ländern hinzu. Die europäische Gesundheitsbehörde (ECDC) kann laut eigenen Angaben mehr als 2.500 Corona-Neuinfektionen auf die Euro zurückführen. Wie die dpa vermeldet, sei in der laufenden dritten Turnierwoche ein Anstieg zu verzeichnen. 

Die zuständige Direktorin Vicky Lefevre bestätigte, dass Fans aus insgesamt sieben Nationen bei Events, die mit dem Großereignis im Zusammenhang stehen, infiziert wurden. 

2.000 Fälle alleine in einem Land

Das mit 1.991 Fällen am deutlichsten betroffene Land sei Schottland. Die Nationalelf trug ihre drei Gruppenspiele "zu Hause" in Glasgow aus. Großbritannien gilt ja seit jeher als Hotspot für die Delta-Variante. Weitere 436 Fälle seien zudem in Finnland aufgetreten. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit dem Gruppenspiel der Finnen in St. Petersburg, von wo aus viele eine Infektion als "Andenken" mitbekommen haben dürften. 

Weitere Fälle wurden auch in Dänemark, Frankreich, Schweden, Kroatien und den Niederlanden gemeldet. In Österreich sind  demnach keine Corona-Infektionen auf ein Event der EM zurückzuführen. 

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Unklar, wo Ansteckungen stattfanden

Unklar ist, wo genau sich die Fans infiziert haben. Möglich ist eine Übertragung in Fanzonen, während der Reise, bei privaten Treffen im Umfeld der Spiele aber natürlich auch im Stadion selbst. Für Lefevre jedenfalls kommt diese Entwicklung "nicht unerwartet". Großveranstaltungen mit Menschenmassen seien weiter mit Risiken behaftet.

Sie hielt aber auch fest, dass die Delta-Variante noch nicht "auf der Bildfläche" gewesen sei, als die Planungen der EM-Spiele mit teilweise mehreren Zehntausend Zuschauern fixiert wurden. "Für das ECDC prüfen täglich mindestens zwei Experten das Infektionsgeschehen rund um die Fußball-EM. Die Untersuchungen begannen eine Woche vor Turnierbeginn und enden eine Woche nach dem Endspiel an diesem Sonntag", heißt es im Bericht der dpa. 

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