"Das wird doch niemanden überraschen", sagt Vize-Landeschef Udo Landbauer (40, FP) im großen "Heute"-Interview, angesprochen auf seine Ambitionen bei der Landtagswahl 2028. "Es ist der Anspruch jedes Politikers Erster zu sein, das ist doch klar." Derzeit liegt die FPÖ (30 Prozent) in Umfragen jedoch noch fünf Punkte hinter der ÖVP.
Im "Backstage"-Talk (in voller Länge als Video oben) sprach Landbauer u.a. über:
"Asyl ist Schutz auf Zeit und mit Sicherheit nicht die Eintrittskarte für einen Daueraufenthalt in Österreich und schon gar nicht für den rot-weiß-roten Pass."
"Das ist seine permanente Märchenstunde. Österreich bräuchte einen Innenminister, der seine Job Description versteht und auch weiß, was er zu tun hat – nämlich im großen Stil abzuschieben. Leider haben wir den momentan nicht."
"Selbstverständlich!"
"Natürlich verwende ich den Begriff. Ich kann daran überhaupt nichts Negatives erkennen." Was er für ihn bedeutet? "Das Wiederherstellen der funktionierenden Ordnung." Man müsse sich ansehen, wer "nur als Wirtschaftsflüchtling, in der Hoffnung auf ein besseres Leben" gekommen sei. "Diese Menschen, die seit Jahren in der sozialen Hängematte verharren, muss man in ihre Herkunftsländer zurückführen."
"Nein, das finde ich nicht. Es stört niemanden, wenn wir ein paar zehntausend Muslime im Land hätten, die verstehen, dass sie in einem christlichen Land sind und sich entsprechend verhalten. Jetzt sind aber Hunderttausende hier und die Probleme sind sehr eindringlich."
"Das besorgt mich sehr. Ich bin fest davon überzeugt, dass Österreich kein muslimisches Land und Wien keine muslimische Stadt werden soll. Aber genau da geht’s jetzt hin. Es kann doch bitte wirklich niemand mehr ignorieren, wenn in Wiener Pflichtschulen 42 Prozent muslimische Kinder sind und lediglich 32 Prozent christliche. Das muss jedem einleuchten, dass das auf Dauer nur schiefgehen kann."
„Es kann nicht sein, dass Familienclans mit 5, 7, 8, 10 Kindern hier auftauchen und dann 10.000 Euro kassieren“Udo LandbauerLH-Vize (FPÖ)
"Alle, die in der Grundversorgung sind, müssen künftig Wohlverhaltensregeln lesen, sie lernen, verstehen und auch unterschreiben, dann daran halten. Wenn nicht, fliegen die Personen aus der Grundversorgung raus."
"Wenn die rote Ministerin in Verbindung mit dem roten Wien ein Sozialhilferegelwerk neu aufsetzen soll, dann können sich die Summen ja nur nach oben orientieren. Fälle, wie die syrische Familie, die 9.000 Euro in Wien bekommt, werden damit nicht ausgeschlossen."
"Selbstverständlich! Es kann ja nicht sein, dass Familienclans mit 5, 7, 8, 10 Kindern hier auftauchen und dann 10.000 Euro kassieren. Das ist ja nicht der Sinn der Sache."
"Gibt es im ganzen Land. Das System ist nicht mehr gesund und gehört wieder gesund gemacht. Es gibt lange Wartezeiten, wir haben Personalmangel, ineffiziente Strukturen und keine klar geregelten Wege. Das System ist überlastet – auch wegen der massiven Zuwanderung – und das spüren die Menschen."
"Die SPÖ hat dem Gesundheitsplan 40+ zugestimmt. Nun will Sven Hergovich aus wahlkampftaktischen Gründen davon abrücken und glaubt, dass die Wähler dumm sind. Das wird ihm aber nicht durchgehen. Am Ende wird's mehr Stützpunkte geben, da wir von 68 auf 86 aufstocken werden und auch die Notarzthubschrauber besser ausstatten werden. Die Gesamtversorgung wird besser werden."
"Jeder, der bei einer Wahl Erster wird, stellt den Führungsanspruch bei einer Wahl – ganz egal, wer das ist."
"Politisch sind sie schlagbar."
"Das stimmt nicht. Herbert Kickl hat den Führungsanspruch sehr wohl erhoben, er wurde ihm zuerst aber nicht zugestanden. Dann konnte kein Regierungsprogramm erarbeitet werden, weil die ÖVP machtgeil geblieben ist und unbedingt den Bundeskanzler stellen wollte."