In Peter Hafners "Kaffee Treffpunkt" in der Mehlführergasse 24 (Wien-Liesing) trifft sich die gesamte Nachbarschaft auf einen Kaffee oder ein Bier. Seit Oktober 2021 ist das Lokal der Szenetreff im Grätzel, Hafner – er ist selbst seit rund 36 Jahren in der Gastronomie – hat einen guten Riecher, wenn es um die Wünsche seiner Gäste geht.
Doch seit über drei Wochen rümpfen die Lokalgäste die Nase. Schuld daran ist ein Wasserrohrbruch im Keller des Hauses, der direkt unterhalb des "Kaffee Treffpunkt" liegt: "Seit drei Wochen schon ist jetzt dieser Zustand. Ich habe um die 20 Mal bei Wiener Wohnen angerufen, doch das Wasser steht immer wieder", erzählt Hafner im Gespräch mit "Heute".
Auch vergangene Woche betrug der Wasserstand im Keller erneut rund 30 Zentimeter. Nach Angaben des Wirts waren bereits (Kanal-)Firmen vor Ort. Dreimal sei Wasser abgepumpt worden, dauerhaft beseitigt worden sei die Ursache bislang allerdings nicht. Für Hafner hat die Situation mittlerweile unmittelbare Auswirkungen auf sein Geschäft.
Das Wasser selbst dringt zwar nicht in das Lokal ein, der Geruch aus dem darunterliegenden Keller macht ihm jedoch schwer zu schaffen. "Mein Lokal stinkt!", sagt der Gastronom. Und das würden offenbar auch die Gäste bemerken: "Ich habe jetzt schon Umsatzeinbußen, weil die Leute nicht mehr kommen."
Für das rund 120 Quadratmeter große Lokal zahlt Hafner nach eigenen Angaben etwa 1.400 Euro Miete. Wegen der Beeinträchtigungen hat er inzwischen Konsequenzen gezogen: "Ich habe jetzt auch schon um Mietminderung angesucht."
"Heute" fragte bei Wiener Wohnen nach. Dort ist das Problem bekannt: "Wiener Wohnen arbeitet bereits mit Hochdruck an der Behebung. Leider ist im Keller der Wohnhausanlage auch nach mehrmaligem Abpumpen des Wassers und einer Kanalreinigung erneut Wasser aufgetreten. Erst im Zuge weiterer Arbeiten konnte schließlich ein Kanalrohrbruch als Ursache lokalisiert werden. Das Lokal selbst ist vom Wassereintritt aber nicht betroffen."
Für die Reparatur musste zunächst ein weiteres Hindernis beseitigt werden. "Um das beschädigte Kanalrohr für die weiteren Arbeiten zugänglich zu machen, musste eine Baufirma zunächst einen massiven Betonsockel entfernen. Diese Stemmarbeiten wurden am vergangenen Freitag abgeschlossen. Somit können diese Woche die Arbeiten des Installateurs fortgesetzt werden, und der Schaden kann im Laufe der Woche vollständig behoben werden."
Abschließend heißt es: "Wiener Wohnen bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten und ist bemüht, die notwendigen Arbeiten so rasch wie möglich abzuschließen." Für Hafner zählt nun vor allem, dass der Rohrbruch tatsächlich rasch repariert wird – und seine Gäste trotz des unangenehmen Geruchs wieder den Weg in sein Lokal finden.