Badeteich Süßenbrunn

"Verschandelung" – 150.000-Euro-Zaun sorgt für Ärger

Der umstrittene Zaun am Badeteich Süßenbrunn steht. Hundebesitzer sprechen von einer "Verschandelung", der Bezirk verteidigt die Maßnahme.
Wien Heute
21.09.2026, 07:55
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Jetzt ist er da, der umstrittene Zaun am Badeteich Süßenbrunn. Mehr als nur einmal gingen im Frühjahr die Wogen hoch, als die Pläne der Stadt bekannt wurden. Auf dem 60.000 Quadratmeter großen Areal kam es angeblich immer wieder zu Konflikten zwischen Familien, Badegästen und Hundebesitzern.

Die präsentierte Lösung des Magistrats beinhaltete eine Einzäunung des Kinderspielplatzes und des Badebereichs. Hundebesitzer starteten eine Petition gegen das Vorhaben. Sogar Volksanwältin Gaby Schwarz zeigte sich skeptisch und plädierte für eine eigene abgegrenzte Hundezone.

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Zaun steht bereits

Nun scheint das Schicksal des Areals besiegelt. Die Zäune rund um Spielplatz und Badeteich wurden bereits aufgestellt, wie Hundebesitzer gegenüber "Heute" berichten. Der Ärger ist groß: "Der Badeteich ist ein Naturjuwel. Wildtiere haben jetzt keinen Zugang mehr zum Wasser. Wir können nicht zusehen, wie das Gebiet kaputt gemacht wird", sagt eine Hundebesitzerin. Widerum eine andere Anrainerin spricht von einer "Verschandelung des Landschaftsschutzgebietes".

Die Hundebesitzer-Gruppe betont, dass es stets ein gutes Miteinander zwischen Badegästen, Familien, Kindern und Hunden gegeben hätte. "Das ist nun aufrund der Beschwerde einer einzelnen Person vorbei."

Bezirk will "konfliktarmes Miteinander"

Ein weiterer großer Knackpunkt, der kritisiert wird: die Kosten. 150.000 Euro sollen die beide Zäune angeblich gekostet haben. Die Bezirksvorstehung Donaustadt bestätigt auf Nachfrage die Kosten für die Umgestaltung und betont gleichzeitig, dass diese im Zusammenhang mit der Neuverordnung einer Hundezone und Hundeverbotszone gemäß Wiener Tierhaltegesetz erfolge.

"Ziel dieser Neuregelung ist es, ein möglichst konfliktfreies und sicheres Miteinander aller NutzerInnengruppen zu gewährleisten und sowohl den Bedürfnissen von HundehalterInnen als auch jenen von Familien mit Kindern, Erholungssuchenden und anderen BesucherInnen gleichermaßen gerecht zu werden", so Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ). Da der Wasserbereich nicht vollständig vom Zaun abgegrenzt ist, können Wildtiere wie Rehe und Feldhasen den Teich übrigens weiterhin ohne Probleme erreichen und als Wasserquelle nutzen.

Drogenkonsum und Müllproblem

Doch es soll noch weitere Probleme geben. Auf dem Areal kommt es laut Berichten der Anrainer vermehrt zu Drogenkonsum und Verschmutzung. "Müll liegt herum, Jugendliche konsumieren Drogen. Früher ist man gern hierher gegangen, das hat sich geändert", schildert eine Wienerin die Situation.

Im Bezirk sei von den Problemen nichts bekannt. "Dazu gab es keine Beschwerde bei uns", teilt die Bezirksvorstehung mit. Man werde diese aber an die MA 42 und die Polizei weitergeben, wird betont.

red,21.09.2026, 07:55
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