Platz 18 von 26

Wiener Bim-Team landet bei Tram-EM im letzten Drittel

Im Vorjahr waren die Wiener Linien noch Weltmeister, bei der Tram-EM in Warschau lief es deutlich weniger rund.
Wien Heute
20.09.2026, 12:08
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Vom Weltmeistertitel zum 18. Platz: Bei der Tram-Europameisterschaft in Warschau am 19. September traten Admira Junuzovic und Dennis Samoilov für die Wiener Linien an. Insgesamt kämpften 26 Teams in der polnischen Hauptstadt um den Titel.

Die Konkurrenz musste dabei zeigen, dass Straßenbahnfahren weit mehr bedeutet, als eine Bim durch die Stadt zu steuern. Gefragt waren unter anderem Präzision, Konzentration und starke Nerven. Auf dem Programm standen Disziplinen wie zentimetergenaues Bremsen und das mittlerweile legendäre "Tram-Bowling".

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1. Platz ging an Tschechien

Für das Wiener Duo waren die Erwartungen besonders hoch. Schließlich reisten die Wiener Linien als amtierende Weltmeister nach Warschau. Für eine Spitzenplatzierung reichte es diesmal allerdings nicht: Junuzovic und Samoilov beendeten die Tram-EM auf Rang 18. Den Sieg holten sich Vendula Tmejová und Zdeněk Rychtář aus Prag (Tschechien), Platz 2 ging an Rumänien, Platz 3 an Bulgarien.

"Warschau hat als herzlicher und professioneller Gastgeber gezeigt, dass hinter jeder pünktlichen Fahrt Menschen stehen, die europäische Städte Tag für Tag sicher in Bewegung halten. Die Tram-EM macht diese unsichtbare Leistung sichtbar. Bei den Disziplinen – vom zentimetergenauen Bremsen bis hin zum 'Tram-Bowling' – wird schnell klar, dass das Steuern einer tonnenschweren Bahn keine bloße Routine ist. Es erfordert höchste Konzentration, millimetergenaue Präzision und eiserne Nerven", sagt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

2025 holte Wien den WM-Titel

Dass es die Wiener Öffi-Fahrer draufhaben, bewiesen sie erst im vergangenen Jahr eindrucksvoll. Am 13. September 2025 fand in Wien die erste Tram-Weltmeisterschaft statt. 25 Teams aus sechs Kontinenten traten am Wiener Ring in acht Disziplinen gegeneinander an.

Damals sorgten Elisabeth Urbanitsch und Florijan Isaku für einen Wiener Heimsieg. Mit 5.599 Punkten setzten sie sich gegen Polen mit 5.244 Punkten und Norwegen mit 5.140 Punkten durch und holten damit den ersten Tram-Weltmeistertitel nach Wien.

Nächster Wettbewerb 2027 in Melbourne

Bei den Wettbewerben geht es nicht nur um Geschwindigkeit. Vielmehr müssen die Fahrer zeigen, wie exakt sie ihre tonnenschweren Fahrzeuge beherrschen. Bei der WM in Wien standen etwa Zielbremsen, Rückwärtsfahren, seitliches Abstandhalten sowie "Stop & Go" auf dem Programm. Bei einer weiteren Aufgabe musste möglichst sanft beschleunigt und gebremst werden, während sich ein mit Wasser gefüllter Behälter an der Straßenbahn befand.

Für die internationale Tram-Gemeinde geht es jedenfalls weiter: 2027 soll der nächste große Wettbewerb in Melbourne in Australien stattfinden.

red,20.09.2026, 12:08