Ein glamouröses Wiener Stadtpalais, eine Wohltätigkeitsgala und plötzlich ist ein wertvoller Brillantring verschwunden. Wer hat ihn gestohlen? Genau das sollen die Zuschauer ab 21. September selbst herausfinden.
Mit "Alle lieben Alibis" startet der Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff) seinen ersten Social-Media-Krimi. Zwölf kurze Folgen werden über vier Wochen auf Instagram und TikTok ausgespielt. Zuvor feierte die Serie vor vollem Kinosaal im Stadtkino im Künstlerhaus Premiere.
Das Konzept erinnert an Krimi-Comedys wie "Only Murders in the Building": Die Zuschauer bekommen Hinweise und können miträtseln, wer hinter dem Diebstahl steckt. Im Mittelpunkt stehen Mary und Ali, die bereits aus den ersten beiden Social-Media-Serien des waff bekannt sind. Diesmal werden sie unfreiwillig zu Detektiven und nehmen die Verdächtigen der Gala genauer unter die Lupe.
Dabei stellt sich schnell heraus: Praktisch jeder hat etwas zu verbergen. Genau hier kommt der eigentliche Auftrag des waff ins Spiel. Die Geheimnisse der Verdächtigen drehen sich um deren berufliche Situation. Themen wie Schwangerschaft, das Nachholen eines Bildungsabschlusses, beruflicher Aufstieg, Jobwechsel sowie wirtschaftliche Hochs und Tiefs werden in die Krimihandlung eingebaut.
Damit will der waff Menschen erreichen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden und möglicherweise selbst über eine Ausbildung, Weiterbildung oder einen beruflichen Neustart nachdenken.
"Gut ausgebildete Fachkräfte in Zukunftsberufen sind ein entscheidender Standortfaktor. Die Stadt Wien unternimmt alles für Beschäftigung und Wachstum und stellt den Wiener*innen Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung bereit. Damit möglichst viele die vorhandenen Angebote nutzen, sprechen wir sie gezielt an, diesmal mit der Krimi-Serie 'Alle lieben Alibis'", erklärt Arbeits- und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ).
Für die zwölf Episoden wurde eine Mischung aus Schauspielern, Musikern, Social-Media-Persönlichkeiten und Kabarettisten vor die Kamera geholt. Zeynep Alan kehrt als Gesundheits- und Krankenpflegerin Mary zurück, Onur Poyraz spielt erneut den Elementarpädagogen Ali. Mit dabei sind unter anderem Esra Özmen alias EsRap als Elektrikerin Gamze, Johannes Zirner als Versicherungsjurist Karl und Victoria Nikolaevskaja als Maturantin Lisa-Marie.
Musiker Felix Kramer absolviert einen Cameo-Auftritt. Kabarettist Berni Wagner spielt den Türsteher Udo, Social-Media-Star Erik Seidl alias Satansbratan dessen Kollegen Ivo. Regie führten Leni Gruber und Alex Reinberg, das Drehbuch stammt von Volker Schmidt.
Dass Unterhaltung tatsächlich Menschen zu einer Ausbildung bringen kann, will der waff bereits mit seinen beiden Vorgängerserien gezeigt haben. Die erste Staffel "Nicht wieder Mary" rückte Pflegeberufe in den Mittelpunkt. Laut waff stiegen danach die Bewerbungen für Pflegeassistenz-Ausbildungen um 135 Prozent.
Bei "Alle lieben Ali" stand die Elementarpädagogik im Zentrum. Mehr als 25.000 Menschen hätten sich über pädagogische Berufe informiert, die Zahl der Bewerbungen sei um 71 Prozent gestiegen. "Der Erfolg der ersten beiden Staffeln hat gezeigt, dass die Menschen die Geschichten nicht nur verfolgen, sondern danach auch zum waff kommen und eine Ausbildung beginnen", sagt waff-Geschäftsführer Marko Miloradović.